sich nicht nur so darauf wie eine Zahlangabe. Trotzdem bleibt es aber lediglich Angabe, die nur richtig - aber nicht,,wahr" - sein kann, und deren Möglichkeit die Realisation gewisser Be- dingungen voraussetzt. ― Daß ich eine bestimmte Angabe nicht machen kann, ist etwas anderes, als daß ich über etwas deshalb nicht befinden kann, weil es mir nicht gegeben ist, bzw.,,sich mir entzieht“. Was sich mir nur ,,entzieht", ist doch an ihm selber so oder so bestimmt. Sicherlich nur sofern sich mir etwas entzieht, kann ich keine ,,bestimmte Angabe" darüber machen. Aber alle, keins bestimmen eben die Angabe selber, also das, was an meinem Unvermögen hier scheitert. Sicherlich liegt es an der Unendlichkeit einer Menge von Dingen, daß ich darüber, ob alle oder keins dieser Dinge eine gewisse Eigenschaft hat, nichts ausmachen kann. Aber daß das an sich doch entschieden sei, behandelt nicht,,diese Menge als etwas Fertiges, Gegebenes“, daran liegt hier nicht der Fehler - sondern es verschiebt die Entscheidung" an eine Stelle, wo sie nicht hingehört. "" Das andere wäre aber ebenso verkehrt: nämlich die Mög- lichkeit einer Entscheidung sofort und ausschließlich mit Brouwer dahin zu verstehen, daß sie an den Nachweis einer Methode gebunden ist, durch den diese Entscheidung herbei- geführt werden kann.,,Möglichkeit einer Entscheidung" besagt fürs erste Ort der Entscheidung und nicht Möglichkeit einer faktischen und in dem Sinn,,richtigen" Entscheidung, daß man sich keiner noch auftretenden Ausnahme zu versehen hat. Diese Garantie würde z. B. gerade das generelle Urteil bieten können. Bei dem Universal- und Partikularurteil kann aber die Ent- scheidungsmöglichkeit nur aus den Grenzen von deren Leistung bestimmt werden. Das alle bzw. keins kann hier schon im Ansatz scheitern. Aber nicht erst dadurch, daß durch die Ausnahme das Urteil falsch wird¹). Der sog. Subjektsbegriff stellt hier keines- 1) Diese Ausnahme kann in gewissen Paradoxien gerade das sein, was durch die allgemeine Aussage erst entsteht, so daß in deren Widerspruch hier das Verfängliche des Ansatzes zutage tritt. 101