entscheidung dadurch ausgezeichnet, daß das „,fertige“, „vor- liegende" Urteil alle... und nicht die,,Beurteilung" das primär Richtige bzw. Falsche ist. Anzahlen,,bestehen"; diese sprachliche Wendung drückt dasselbe aus wie der Versuch, etwas zu finden, worin die Zahlen,,realisiert sind". Aber dem Urteil gesteht man eine,, Geltung“ zu. Alle S sind p, einige S sind nicht p, kein S ist P, entscheiden verschiedene Fragen. Kein S ist p nämlich z. B. die, ob es ein S gibt, welches...; d. i. die Frage, deren positiver Entscheid die Basis für die oben an erster und zweiter Stelle aufgeführten Entscheidungen abgibt. (Die in es gibt . . . entschiedene Frage ist im Existentialurteil aufgehoben¹); es ist keine Frage derart wie regnet es? Das, was man hier nicht weiß, wäre der Stand des Wetters. Und entschieden wird hier gar nichts. Die bestimmte,,Frage" entsteht hier nur durch Einkleidung in die Vorsage dessen, wo- durch man das Wetter kennzeichnen kann.) Sicherlich bezeichnen aber die drei genannten Urteile mögliche und einander aus- schließende Entscheidungen. Man kann sagen, daß nur einer der genannten drei Fälle möglich ist. Nur in diesem, also sehr uneigentlichen Sinn wäre nun hier ein „,vierter Fall ausge- schlossen". Ein ,,Ausgeschlossensein" gibt es aber gerade in bezug auf das es gibt, es gibt nicht. Sagt man hier, ein Drittes sei ausgeschlossen, so ist dieses Dritte sicherlich kein dritter Fall. Eine bestimmte Frage ist hier zu entscheiden: positiv und negativ bezeichnen keine möglichen Antworten, sondern ein- fach die kontradiktorischen Seiten der Entscheidung. Das Dritte ist dann ausgeschlossen, wenn die Frage unabweislich ist. 5. Sowohl der Satz vom Widerspruch, als auch der vom aus- geschlossenen Dritten stellen sich dann aber als gleichsam ver- spätete Formulierungen dar. Sicherlich der Widerspruch ist hier nichts, was lediglich jeweils zwischen irgend welchen Aus- sagen faktisch besteht und was lediglich in der Formel des Widerspruchs besagt werden kann, sondern er erscheint hier 1) Vgl. S. 64. 7 97