sich etwas als Taler darstellt, ist eine andere als die, auf die hin etwas Silber ist. Daß der Horizont, unter dem das Ding als dies oder jenes angesprochen wird, verschieden gezogen werden kann, — daß z. B. im Falle des als-Taler - ansprechens etwas einbe- zogen wird, was bei dem auf-seine-Natur-hin-nehmen außer Be- tracht bleibt, unbeschadet der sog. Veränderungen durch- haltenden,,Identität“ dieses Dinges, das enthüllt gerade das Problematische dieser angeblichen „Identität“¹). - Der Bezug von Merkmalen auf etwas, was ihnen,,subsistiert“ und sie so allererst zu Merk malen macht, gehört in einen be- sonderen Bedeutungszusammenhang. Er liegt gerade dort vor, wo das vorhanden-sein oder nicht-vorhanden-sein gar nicht zur Dis- kussion steht. Nämlich z. B. bei,,dem Silber". Man kennt es auf die Merkmale hin, die es,,hat". Man begegnet ihm als etwas Bekanntem oder Unbekanntem. Die Umgestaltungen, die aber ein Taler dadurch erfährt, daß er in Kurs gesetzt ist, sind nicht wechselnde Akzidentien eines Identischen. Man wollte damit fixieren, daß er,,ein Taler" bleibt2). Die,,Existenz" dieses Talers ist etwas, dessen „,er selbst"(?) gar nicht mächtig ist. Die Exi- stenz dieses Talers reduziert sich darauf, daß er als,,dieser Taler“ vorhanden ist. Nämlich,,eine Zeitlang". Die,,Vergangenheit“ ist das Schicksal, was der Taler gehabt hat. Die Vergangenheit ist etwas, worauf er als ,,dieser geprägte Taler" seinem Begriff nach bezogen ist. 4. Die Münze auf dem Tisch ist ein wirklicher Taler, sofern sie ,,in Wirklichkeit" ein Taler ist.,,Wirklich" steht hier keinem Schein gegenüber. Der Regenbogen ist ein,,wirklicher Regen- bogen". Nämlich gegenüber dem Regenbogentransparent auf der Bühne z. B., der,,in Wirklichkeit eine Kulisse" ist. (Es war oben gesagt: Der Regenbogen ist nicht das, was er „,ist“. Damit 1) cf. I, S. 33. 99 2) Die Suche nach dem „,Identischen" in der Veränderung bleibt not- wendig vergeblich. Nur nach dem, was bleibt“, kann man fragen. Diese Frage bekommt aber in dem ursprünglichen sich-befassen-mit den Dingen ihre Antworten. Es ist keine philosophische Frage. (vgl. später S. 89.) 55