einem Aussehen oder einem Habitus usw. angetroffen werden kann. Die Bedeutung, unter der die Dinge entdeckt werden, kann ausgesprochen werden. Auch in dem unbestimmten Artikel, der Kopula usw., ist etwas ,,ausgesprochen". Aber nichts, dem man begegnen kann. Der unbestimmte Artikel be-sagt etwas¹), und zwar Verschiedenes. Was er besagt, ist insofern nicht ein- fach mit dem Worte ein,,gemeint" oder „,bezeichnet". Anderer- seits: Die ursprüngliche Bewandtnis, die es mit demjenigen hatte, womit der unbestimmte Artikel verknüpft wird, ist dabei nicht ein- fach durch eine,, andere "ersetzt worden. Die obige Formulierung ‚‚ersetzt durch“ richtete sich hier nur gegen die Auffassung, das ein zeige eine bloße Nivellierung an. Sicherlich das besagt- werden bezeichnet ein eigenes Gefüge. Es ist aber an ihm sel- ber nicht,, ursprünglich". Der unbestimmte Artikel, die Kopula usw.,,besagen nur etwas". - Das Besagen ist eine Weise, etwas auszudrücken. Von dem Terminus,,Ausdruck" wurde früher bemerkt, daß er bei Vo- kabeln nur dann gebraucht werden kann, wenn er sich auf deren übertragene Bedeutung²) oder überhaupt auf den Sprachge- brauch bezieht. Die Vokabeln selber sind keine „Ausdrücke“, sondern,,Namen" z. B. Husserls Kennzeichnung der Wortbe- deutungen als Ausdrücke ist aber richtig, wenn ,,Ausdruck" so gefaßt wird wie oben. Was Husserl apophantische Logik nennt, ist eine Logik des Be-sagens; die nominalen Bedeutungen werden hier als Elemente des ,,Satzes" fixiert. Aus dem Schema des Besagens gewinnt man freilich so etwas wie einen,,Begriff“ als die allgemeine,,Bedeutung" von Mensch. Wenn nämlich dieses Wort aus der Verknüpfung mit dem unbestimmten Artikel getrennt wird, in der es etwa in dem Satze steht: Das ist ein Mensch. Unter diesem Modus des Besagens wird aber nichts ange- 1) Daß etwas,, besprochen" sei, meint dagegen, daß es so, wie es gegen- wärtig begegnet, artikuliert und beredet worden ist. 2) Vgl. Ammann, S. 61. Man spricht wohl auch von den vielen,,Aus- drücken", die das Arabische für Kamel hat, und meint damit die ver- schiedenen Wendungen des Ansprechens dieses Tieres, was wir lediglich auf seine,,Art" hin nehmend Kamel nennen. 45