Form seiner Artikulation stellt sich aber das Wort als Teil einer Sprache dar¹*). Denn,,Sprache" ist eine bestimmte Sprache. Die Bedeutung eines Wortes ist in das Gefüge verhaftet, das durch die,,innere Sprachform" bestimmt ist. Die Bedeutung eines Wortes ist etwas, was man präsent hat. Man,,hat" sie. sofern sie in das Wort,,gebannt ist“2*). Man weiß, was nämlich, blau usw.,,ist". Als ,,Ausdruck" kann ein Wort wohl dasselbe bedeuten wie ein anderes. Als Ausdruck meint hier: so, wie es (meist) verwendet wird. Es bedarf oft einer besonderen Wendung, um dasjenige zu fixieren, was ein Wort,,eigentlich“. nämlich an sich gleichsam, bedeutet. Denn was in dem Wort geprägt enthalten ist, hat die Tendenz, sich zur „,lexikalischen Bedeutung zu verfestigen. Das Wort wird aber dadurch, daß sich seine Bedeutung verfestigt, noch nicht zum,,Terminus“. 66 Ein Wort ist dann Terminus, wenn es einen Begriff bezeichnet, der mit dem Wort als mit seinem Zeichen lediglich verbunden ist. Begriffe können durch Merkmale umrissen oder geradezu — wie die mathematischen Begriffe - definiert werden.,,Begriff" meint hier nicht: Subsumptionsbegriff. Der Begriff der Ellipse ist nicht in dem Sinn allgemein, wie das der Subsumptionsbegriff zufolge seiner Korrelation zum individuellen, weil,,gesetzten" ,,Gegenstand" ist. Die Bestimmung als Ellipse stellt sich von seiten dessen, was eine Ellipse ist, nur als ,,den Wert einer Ellipse zu haben“ dar³*). Der Begriff, der mit dem Wort ja doch nur verbunden ist, und der ebenso gut auch anders symbolisiert wird man zurückgewiesen auf so etwas. Aber dieses, was da hervorgelockt worden ist durch ein Schicksal, — wie dieses in seiner Ungebrochenheit, d. h. in seinem Insichgeschlossensein sei, danach zu fragen hat keinen Sinn. Der Laut des klirrenden Glases, so sicher als darin die materielle Struktur des Glases, des näheren seine Sprödigkeit, zutage tritt, ist als Qualität gerade ein Letztes. 1*) Humboldt, 1. c. S. 55. 2*) Das Ausgesprochene ist insofern ,,deutlich". Das ist etwas anderes als ,,genau". Denn als genau kann sich etwas nur durch den Vergleich erweisen. Ein Ausdruck könnte z. B. genau sein, sofern er etwas Bestimmtes, nämlich Gewisses treffen soll. Die Deutlichkeit ist aber keine relative Eigenschaft. Man sucht und behandelt den deutlichen Aspekt eines Dinges als den eigent- lichen Aspekt. Denn als,,Aspekt" wird etwas daraufhin genommen, daß darin eine Hindeutung liegt auf etwas. 3*) Vgl. Teil I S. 101. 2* 19