,,vor-handen“, gegenwärtig sind. Das gelegen-sein-in des Da- seienden ist an ihm selber zeitlich, sofern es ,,Perfekt" ist. ,,Perfekt" meint dabei nicht,,vergangen"; vergangen könnte nur Innerweltliches sein, sofern es nicht-mehr-vorhanden ist. „,Per- fekt" meint die Faktizität des Daseins, sofern das Daseiende gelegen-in, aber nicht zugehörig-zu der Welt – auf diese,,ge- wiesen“ ist¹). Die Dinge, Sachen usw., die begegnen, sind etwas, was,,einen angeht"). Man setzt sich- auseinander- mit den Dingen. Das Bestimmen bleibt insofern Möglichkeit, als es nur unter einem Entwurf ein Bestimmen ist. Die sog. Intentionali- tät des Bewußtseins ist von daher abzuleiten³). Sie ist nur ein Mittel, die Abspaltung des Gegenstandes wieder gutzumachen. An dem Entwurf wurde dabei festgehalten. Das Objekt ist ent- worfen; nämlich gerade hinsichtlich dessen, daß es trans- zendent ist. Das Subjekt ist hier gleichsam verloren in die Darstellung der Gegenständlichkeit. Das Vorlaufende des Ent- wurfes erscheint hier als der Zwang, den Gegenstand dann auch auszuweisen. 1) Heidegger, 1. c. Sein und Zeit, 1927 S. 134 ff. 99 2) Diese aus der Tatsache der Verschränkung geborene Reflexivität des Subjektes ist etwas anderes als die Reflexivität des Ich. Man" ist da, be- faßt-sich-mit usw. (Das Neutrum,,man" steht hier lediglich einer bestimmten Auslegung gegenüber. Es bezeichnet hier nicht wie bei Heidegger 1. c. S. 126 ff. — das Subjekt der Alltäglichkeit, d. i. die Seinsart, in der das Dasein ,,zunächst und zumeist" sich hält.) Das cartesianische sum läßt sich nicht als die analytische Folge des cogito darstellen. Die Modalität dieses ,,Seins" bleibt bei Descartes ungeklärt. Er irrte vorzüglich darin, daß er · sofern er die Verschränkung des Daseins nicht bemerkte - das,,Sein" an ein,,Ich" knüpfte, das analytisch aus vorhanden ‚Gegebenem“, nämlich dem Bewußtsein, zu gewinnen war. Das Verhängnis- volle des cartesianischen Einsatzes liegt des näheren in dessen Orientierung an dem methodischen Zweifel. Dieser ist aber fürs erste kein motivierter Zweifel, der nur auf dem Boden dogmatischer Einstellung erhoben und aber auch nur dort, also nicht philosophisch, behoben werden könnte. (cf. Lotze, Logik, S. 487 ff.) Descartes bemerkte, wie letzten Endes keinerlei Existenz verbürgt sei. Nämlich als die Existenz von diesem oder jenem, sofern das in nichts umschlagen kann. Und das ist freilich eine nicht zu beseitigende Mög- lichkeit. Sie kann aber keine als Zweifel zu nehmende Haltung motivieren. Die empirische Gewißheit hat an ihr selber den angegebenen Mangel, der eben insofern aus dem Umgang mit den Dingen nicht loszulösen ist. Auch methodisch ist keine Befreiung vom Dasein möglich. 3) cf. G. Misch, Vorbericht zum V. Bd. v. Dilthey, ges. Schr., 1924, S. LVIII. 11