es des Rückgangs auf die Bewandtnis, die es ursprünglich mit ihnen hat und auf die hin sie als etwas bestimmtes,,entdeckt“ wurden. Diese Seite der Prädikate ist in der Supposition als Prädikat gerade abgedeckt. Die Farbe z. B. ist nicht eines unter anderen Merkmalen, die in ihrer Komplexion in dem Aufbau eines Gegenstandes an ver- schiedenen Stellen gleichsam vorhanden sind. Gerade die,,Exi- stenz" der Farbe ist etwas, was nur ineins mit der Farbe selbst begriffen werden kann. Z. B. daraus, wie die Farben im Dunkeln wohl latent, aber nicht verschwunden sind ¹). Und wieder- um - die Farbe ersteht allererst in meiner Begegnung mit den Dingen. Anders als im Moment ihrer Geburt ist sie als Farbe überhaupt nicht zu finden. Sie entsteht an der Oberfläche des gesehenen Körpers. Also dort, wo er gerade an seine Grenze gekommen und in der Qualität als in einem anderen manifest geworden ist. Die Farbe wohnt dem Körper nicht ein als seine Beschaffenheit. Sie ist aber auch keine Empfindung. Trotzdem bleibt es dabei: die Dinge selbst werden gesehen. Das meint: sie werden nicht nur insofern ,,gesehen", als die Farbe die Be- stimmtheit einer Vorstellung wäre, deren bloßer Gegenstand die Dinge sind. Die Dinge werden im Sehen vielmehr ganz eigentlich ,,umgriffen". Man erkennt sie nur dadurch, daß man sich mit ihnen „befaßt“. Nämlich auf eine bestimmte Seite hin, die z. B. in dem,,Aussehen" von den Dingen zugekehrt wird. Nicht anders als auch das mit Händen greifen die Verschränkung meines Da- seins in die Welt zum voraus hat. Ursprünglich begegnen die Farben nicht als ,,bloße" Farben. Das Sehen ist freilich an Be- dingungen geknüpft. Die Sinne werden affiziert. Aber gerade durch diese Bindung in den konkreten Umgang mit den Dingen bekommen die Farben allererst die in der sinnlichen Gewißheit indizierte erkenntnismäßige Tragfähigkeit. Diese wird gleichsam blind angesetzt, wenn man z. B. fragt, ob die Farben,,objektiv“ oder „subjektiv" existierten. Man kommt dabei nicht los von dem thetischen, verifizierbaren Sein des Objektes. Man geht über die 1) Vgl. Teil I S. 83 ff. 9