Die Transzendentalphilosophie begann mit einer Reflexion. Sie analysierte den Gegenstand als das in ursprünglicher Synthe- sis Entstandene. In nachträglicher Auswirkung von Leibniz' Konzeption der Monade konnte die Welt nur in ihrer Darstellung gefunden werden. Der Begriff des transzendenten Objektes ist notwendige Folge dieser so von ungefähr angesetzten, im Begriff der Vorstellung mit aufgenommenen,, Intention". Objekte haben sich an- und gegeneinander auszuweisen; der Nerv der Inten- tionalität liegt in der Konkurrenz ihrer Thesen. Die Frage quid juris ist nicht mehr eine durch die Skepsis des Ausgangs ver- anlaßte, sondern eine in der Konzeption des transzendenten Ob- jekts angelegte Frage geworden. Die erkenntnis theoretische Diskussion ging hier um die Lösung einer der Erkenntnis zuge- dachten Aufgabe. Dieser Begriff des transzendenten Gegenstandes ist aber ab- geleitet. Es kommt darauf an, ihn zu begreifen. Wir betonten hier nicht so etwas wie die Ursprünglichkeit des nächst Zuhandenen gegenüber der Abkünftigkeit des Gegenstandes der Erkenntnis. Wir zeigten, wie gerade die Erkenntnis selbst überhaupt nur eine bestimmte Modalität dessen ist, was wir als ,,Umgang mit den Dingen" fürs Erste einmal nur fixieren konnten. (Damit war kein Empirismus restituiert. Der Empirist beginnt mit den Erfah- rungen, die gemacht werden. Er theoretisiert über die Tragweite von deren Resultaten. Und überspringt dabei genau so die in dem Begriff der Erkenntnis belegene Aufgabe, wie seine Kritiker. Es ist bezeichnend, daß diese meist nur der Skepsis begegneten, mit der der Empirismus endet. Man besann sich auf den „,Sinn“ der Erkenntnis, d. i. auf das, was man in der Prätention der Erkennt- nis fassen zu können schien.) Die Phänomenologie bricht mit dem Rahmen, in den die Er- kenntnistheorie gebannt bleibt. Der Anspruch, den die Erkenntnis 7