seine kugelige Gestalt verliert und dann keine Kugel mehr ist. Vielmehr so, daß das, was bleibt, nur noch als ein bloßes Stück genommen und durch die Bestimmung,,seines" Stoffes ge- kennzeichnet werden kann. Das,,seines" bekommt hier seinen Sinn erst durch die Natur, die konzipiert war; es bezieht sich nicht etwa auf den sog.,,Gegenstand“. Es blieb also nur der Umgang mit „,den Dingen“. Hier ist das Problem der Inhärenz einzustellen. In dem Schema des Ge- genstandes erschien die Veränderung als Wechsel von Eigen- schaften. Sie konnte hier nur daran faßbar werden, daß ein Wechsel registriert wurde. Aber: An und in ihm selber erfährt das Eisen Veränderungen; der Silbertaler wird umge- staltet. Sie erfahren Schicksale. Die Prägung des Talers ver- schwindet in dessen Abgegriffensein insofern, als sie nach und nach vernichtet wird. Der Taler wird dabei umgestaltet; denn zuletzt bleibt nur ein Silberstück. Und ebenso oxydiert das Eisen; das Eisen hat keine Beschaffenheiten, mit denen es gleichsam je in einer Phase statisch umkleidet wäre. Die sog. Veränderung stellt sich in konkreto als sehr Verschiedenes dar, nämlich z. B. als Schicksal oder als Zu-stand, und wir sagten, daß etwas auf den Umstand seines Daseins hin im Falle des in den Farben,,spielenden" und als so und so seiend garnicht festzulegenden Regenbogens genommen wor- den sei. Der sog. Veränderung steht keine Beharrung gegen- über ¹. Nicht nur bei dem Regenbogen oder dem blauen Fleck ist es unmöglich, von deren Eigenschaften oder Beschaffenheiten zu I Beharrung und Veränderung können nur dann nebeneinander gestellt wer- den, wenn man die Veränderung auf das Schema bringt, daß etwas nicht so bleibt, wie es vorher gewesen ist. Dann ist aber die Beharrung nur ein Grenzfall der Veränderung. Das Anderswerden bleibt dabei nicht einfach un- erfüllt. Vielmehr ist es von vornherein einer möglichen Bewährung bztl. Fest- stellung enthoben, sofern wir es nur nicht mit dem Wechsel, d. i. mit, dem möglichen Ergebnis einer solchen Veränderung verwechseln. Die Anders- heit, die zur Form der Veränderung gehört, wird nicht aufgehoben durch die Nämlichkeit des späteren Standes der Dinge mit den früheren. Was be- harrt, ist darum noch nicht um die Änderung herumgekommen; die Beharrung ist vielmehr umgekehrt ihrem Sinnbestande nach aufgebaut auf Änderung. 103