Schließlich: in,,Fleck“ ist gar nichts bestimmt worden. Als ,,bloßer“ Fleck hat man etwas angesprochen, und dabei läßt man es bewenden. Man kann den Fleck nur noch kennzeich- nen. Etwa als einen ,,blauen Fleck". - b) Indessen das,,Was der Dinge" hatte Herbart anders ver- standen. Nämlich als das, was sie für sich selbst sind. Also so wie ein Dreieck eben ein Dreieck und Zwei eben Zwei ,,ist". Nur deshalb konnte er fortfahren:,,Wer auf die Frage, was ist dieses Ding? antworten will, der antwortet durch die Summe seiner Kennzeichen nach der Formel: Dies Ding ist a und b und c und d und e". Man bemerkt die Überein- stimmung dieser Formel mit der eines Substratum praedica- bile. Der Gegenstand hat Kennzeichen, Merkmale. Wenn irgend etwas, dann sind Zwei, Drei und so weiter Gegenstände. Sie sind es nämlich ohne weiteres. Nämlich einfach zufolge- dessen, daß 2 und 3 eben als verschiedene Zahlen,,definiert" wurden und es gerade nichts gibt, was,,eine 2" wäre. - Freilich Herbart will die angeführte Formel gerade nicht buchstäblich nehmen. Er meint, dann wäre sie ungereimt. ,,Denn die Regel war von „,Einem“, also nicht von Vielem, das bloß in eine Summe sich zusammenfassen, aber zu keiner Ein- heit sich verschmelzen läßt. . . . . Das Ding ist der Besit- zer jener Eigenschaften Weil man es erkennen muß an dem, was es hat und nicht durch das, was es ist, sieht man sich gezwungen, zu gestehen, daß das Ding selbst unbekannt bleibt." Der Gegenstand bleibt hier freilich,,unbekannt“. Nämlich insofern, als man nach dem, was denn nun hier eigentlich als seiend gesetzt wurde, vergebens sucht: • · Die Zahl, die Gerade, hat a, b, c . . . zu Eigenschaften, in- sofern als das Geradesein verknüpftist mit a, b, c,,,Ge- rade“ bezeichnet selbst ein solches ,,Was". Die Gerade, das Dreieck sind lediglich der Grund von Folgen, die an demjeni- gen bemerkbar werden, was gerade bzw. dreieckig ist. Und das- 7° 99