Zusammenfassung. Herbart begann mit einer These, die er dann erläutert: Das Was der Dinge wird uns durch die Sinne nicht bekannt. Denn die in der Wahnehmung gegebenen Eigenschaften sind rela- tiv... der Körper hat Farbe, aber nicht ohne Licht. Was ist nun diese Eigenschaft im Dunkeln? . . . . Keine Eigen- schaft gibt dasjenige an, was der Körper ganz ruhig gelassen für sich selbst ist. • Fälle, in denen uns das Was bekannt ist, sind z. B. der Kreis oder die Zwei. Beide,,sind" Kreis bezw. Zwei, sofern sie da- hin bestimmt bezw. definiert sind. Aber beide Male fehlt wie- derum etwas, was diese Bestimmung trägt. Man kann hier nicht sprechen von einem,,Was der Dinge", das uns bekannt. wäre. Befragt, was dieses Ding sei, antwortet man mit „Eisen“. Und nicht z. B. mit,,Kugel" oder mit,,ein Stück Eisen". Nicht. weil es xad' autó, sondern weil es von Eisen ist. Nur wenn man den Stoff kennt, weiß man,,,was" der Körper ist. Man fragt fragt also nicht geradezu nach so etwas wie der Bestimmtheit des Körpers. Man befragt keinen Gegenstand. Sondern die Dinge, mit denen man umgeht und die man auch dann schon auf ihre stoffliche Natur hin genommen haben muß, auch wenn man sie nicht,,kennt“ und deshalb danach fragt, was sie sind. Des näheren fragt man hier nach etwas, was spezifisch von anderm unterschieden ist. Der Begriff der Spezies hat zur Voraussetzung die Konzeption einer „Natur“. Und bestimmt man etwas als Eisen, so hatte man es auf seine ,,schlichte" Natur hin genommen. Die Art, die in „Mensch“, ,,Hyazinthe" bestimmt ist, war etwas anderes. Ein ganz anderer Modus von Bestimmung liegt aber vor im Falle des Regenbogens. Wir bezeichneten den Regen- bogen als etwas Typisches. Was hier unbekannt sein kann, ist etwas, was auf den Umstand seines Daseins hin und des näheren als eine ,,Erscheinung" konzipiert war. 98