etwas sichtbar geworden. Nämlich etwas, was vorher nur eben anders, aber auch schon" zu erreichen war; z. B. als Ma- terie von der und der physikalischen Konstellation. In der äuße- ren Erscheinung ist - so sagten wir - ausgeprägt, was der Löwe „ist“. Statt der Inhärenz einer Eigenschaft wird hier zur Auf- gabe, zu begreifen, in wiefern er tatsächlich das „ist“. Wenn etwas blau aussieht, so ist blau freilich ein „das“. Damit ist gemeint, daß der Körper in der Qualität, in der er manifest wird, von sich selbst losgekommen ist. Die Quali- tät bleibt aber ein Wie. Sie ist das gerade hier im Bereiche bloßer Stofflichkeit, d. i. dort, wo sie ihre eigentliche Position hat. Die Qualität ist aber nicht nur irgend eine unter vielen Eigenschaften, so als ob in deren Zusammen dasjenige, was sie hat, zur Darstellung käme. Ihre Inhärenz ist ja etwas anderes als die Beziehung eines sog. Merkmales auf einen Gegenstand. Sie ist eine natürliche Beziehung: daß Blau eine Eigen- schaft, ein Wie ist, bekommt überhaupt erst eine greifbare Bedeutung, wenn es an der Transformation bestimmt wird, die in dem stofflichen ,,Aussehen" bezeichnet ist. Einen Träger hat die Eigenschaft überhaupt nicht. Bei der äußeren Erscheinung liegt es aber nicht anders. Der Löwe ist „das“. Nämlich das, was wir als äußere Erscheinung neh- men, und worin Farbe und Gestalt nur eben mit vorkommen. Wir sagen umgekehrt davon, daß das „,ein Löwe" sei. Damit behaupten wir nicht, daß hier etwas - etwa das, was man da vor sich hat? — unter den Begriff von,,Löwe" falle. Es ist nur eben verkehrt, „Gegenstände“ in der Wahrnehmung vorge- funden und dann bestimmt (in dem Sinne von klassifiziert) sein zu lassen. Man bestimmt hier vielmehr mit dem ,,ein Löwe" die Art. Sie war mit konzipiert worden als man etwas überhaupt als äußere Erscheinung nahm, bezw. als man etwas auf,,seine“ äußere Erscheinung hin angesprochen hatte. 7 Lipps, Untersuchungen 97