wurde. Sieht aber ein Körper gelb aus, so ist er durch diese Farbe keineswegs in diesem Sinn bestimmt oder gekennzeich- net worden. In dem ,,Aussehen" ist gerade der Modus be- zeichnet worden, unter dem die Farbe dem Körper inhä- riert. Die Farbe ist hier tatsächlich eine Eigenschaft. Eine Eigenschaft ist die Farbe z. B. auch nicht im Falle der Bank, die blau angestrichen ist. Daß sie einen solchen Anstrich einmal bekommen hat, ist ihre Eigentümlichkeit. Sie hat Be- schaffenheiten in dem Sinn von Schicksalen, die sie in die Existenz geführt haben und von denen weiter getragen sie diese Bank ist. Man sagt vielleicht, die Farbe gehörte hier eigentlich zum Anstrich. Aber auch in der sog. „Farbe“, die man aufstreicht, ist doch etwas nur auf den Umstand seines Daseins hin angesprochen worden. Es kommt hier überhaupt gar nicht darauf an, die Farbe letztlich als eine Eigenschaft aufzuweisen. Das war nicht die Meinung, als wir die Position, die die Farbe im Aussehen hat und wo sie inhäriert, als ihre eigentliche und als die ihr natürliche bezeichneten. In der Natürlichkeit dieser Position ist vielmehr nur die Inhärenz selber gekenn- zeichnet worden. وو $ 27. Neben das,,Aussehen" stellen wir den Habitus im Sinne der äußeren Erscheinung. Der Löwe hat kein „Aussehen“. Zu sei- ner äußeren Erscheinung gehört die Streifung und Tup- fung usw. Er hat ja doch keine,,Oberfläche" über einer Tiefe“, es wäre sinnlos zu fragen, wie er ,,inwendig“ aus- sieht. Nur was sich eine Art zu eigen gemacht hat, d. i. was ein Löwe ist im Sinne eines Exemplars, kann eine habituelle Gestalt haben. Etwas anderes ist die Konfiguration eines Kri- stalles und wieder etwas anderes die Gestaltung einer Wachs- kugel. Denn hier ist die Kugelgestalt in dem Sinne zufällig, als sie nicht eine in die äußere Erscheinung als in den Habitus gebundene Beschaffenheit ist. Sie ist nicht die Wahrheit der Wachskugel. Es ist nichts darin zutage getreten wie in dem 95