- neuem deutlich, wie es keine,,Objektivitäten“ sind, die man ,,erkennt“, und wie das, was die sog. Erkenntnis ist, an dem Schema der Intentionalität überhaupt nicht zu demonstrieren ist. Statt der Intentionalität, an die man, wie an einen Nerv alles aufreiht: die Anschaulichkeit, die Präsenz und die Ge- genständlichkeit, haben wir tatsächlich nur den konkreten Umgang mit den Dingen. Von daher begreift sich die sog. Transzendenz des Erkennens. Als direkter Zugang zu etwas kann die Anschauung nicht mehr genommen werden. Wozu denn? Diese Frage erfährt ja ihre Beantwortung allererst durch die metaphysische Dialektik der verschiedenen Modi von,,Er- scheinung". Und dasselbe gilt von dem hier unter der Hand mit aufgelesenen Moment des direkten Zugangs. Man war dabei geleitet von einer willkürlichen Interpretation der Er- kenntnis.,,Erkenntnis" besagt aber etwas je anderes bei Erscheinung, Aussehen usw. und allererst innerhalb des Be- reiches des erfahrenden Umgangs mit den Dingen ist eine Er- kenntnis haltung im engeren und strengen Sinn als ausge- zeichneter Modus herauszustellen. Er liegt z. B. dann vor, wenn nach dem Was im Sinne der Natur von etwas gefragt wird. Insofern ist freilich die Erkenntnis antizipiert, ehe sie aktuali- siert wurde. Sie war es aber nicht der Idee nach. Erst beim Aussehen gibt es so etwas wie Unmittelbarkeit in einem kon- kreten Sinn, wo Stoffe ihrer Qualifikation nach sich „auf- schließen". Was in den anschaulichen Gegebenheitsmodus als aufgele- sene Eigentümlichkeit hinübergespielt wird, hat metaphysisch eine sehr unterschiedliche Position.,,Unmittelbarkeit", Prä- senz usw. ist hier etwas Konkretes. Damit meine ich: Die Präsenz z. B. ist nicht nur als ein Moment - nämlich auf dem Grunde einer,,Beziehung" zwischen Subjekt und Objekt — auf- zuweisen. Gerade das mißlingt überhaupt. Denn in der Qualität ist ja etwas geborgen", was in brutem Sinn gerade nicht darin enthalten ist. Und deshalb kann sie ja nur entweder zum Aussehen gehören oder zu einer anderen Form der äußeren Er- دو - 89