Warmsein von etwas, so erscheint sie von vornherein als kon- struiert. Wenn er nämlich fragt, ob nicht A, wenn es B sei, doch wohl dann etwas anderes sei. Denn Sprödigkeit und Wärme sind inhärente, d. i. von ihrem Träger garnicht lösbare, weil in seine Existenz verschlungene Beschaffenheiten. Sehr wohl aber hat die Herbartsche Frage einen gewissen erfüllten Sinn bei Qualitäten. Denn der Körper ist rot, hart nämlich das ist er. Und was er da ist, worin er als an ihm nicht Vorfind- lichem gleichsam von sich losgekommen ist, das ist nicht so zu definieren, d. i. zu explizieren wie der ,,Fall", in dem sich der Körper bei seinen zuständlichen Beschaffenheiten befindet. Beschaffenheiten wie die Wärme usw. erscheinen in eigen- tümlicher Weise,,stumpf", wenn man sie mit den Qualitäten vergleicht. So etwas, wie daß es der Körper,,selbst“ ist, der die Beschaffenheiten hat, die Tatsache, daß dieses,,selbst“ aller- erst dadurch entsteht, daß in der Qualität etwas geborgen, daß etwas dahinein übersetzt ist - dergleichen kommt hier gar nicht zur Erinnerung. Und zwar deshalb nicht, weil allererst durch diese Metamorphose und in dieser Transformation die Identität als deren Nerv einen greifbaren Sinn bekommt. In der Wärme, Schwere, Elastizität kann sehr wohl etwas,,ge- geben“ sein. Im laxen Sinne des Wortes könnte man von diesen Beschaffenheiten sagen, daß sie Ausdruck seien eines anderen, nämlich von Tatsächlichem. Aber nimmermehr in dem präzisen und hier auch eigentlich, nämlich wörtlich zu nehmenden Sinn, wie etwas im Aussehen zutage tritt, zur Sichtbarkeit aufbricht, Oberfläche bekommt¹. Das ist etwas anderes als bloß in dem Sinne sich zu äußern, daß etwas seine Dispositionen (in einem eben dann nur übertragenen Sinn),,sehen“ läßt. Und trotzdem diese Metamorphose daran gebunden ist, daß ich das Ding ins Licht rücke, sind Aussehen bekommen und ins Licht gerückt werden als Schicksal zweierlei. Im Aussehen hat etwas eine Metamorphose erfahren zu einem andern Status, wobei wir i H. Martius - Conrad, Realontologie (Jahrb. für Philos. u. phänom. Forschung IV), S. 202, 325. 6 Lippes, Untersuchungen 81