hören, was man als,,Erkenntnis" bzw. als den zur Erkenntnis gehörigen Gegenstand bezeichnet. So etwas wie Gegenständ- liches sieht überhaupt nicht aus. Das Aussehen ist aber über- dies beschränkt auf einen Teil dessen, was man sinnlich - an- schaulich nennt. Gerade hier liegt der Einsatz, um dasjenige zu bestimmen, was wir die erkenntnismäßige Tragfähigkeit der Sinnesqualitäten nennen wollen: $ 22. Es fällt sogleich auf, daß in ,,hart" oder in ,,weiß“ ange- geben ist, was und insofern wie der Körper ist, während in ,,schwer“, „,elastisch" nur seine kennzeichnenden Eigentüm- lichkeiten in dem Sinn des ,,was für einen" fixiert sind. In der Qualität ist der Körper ganz anders geborgen, d. i. zur Verwah- rung gekommen als in den Beschaffenheiten, die eben nur seine d. i. in des Körpers Schicksale verkettete - Momente sind. In demjenigen, was beztl. wie er ist, ist er im spezifischen und eigentlichen Sinne gegenwärtig; im zeitlich neutralen Sinn der Gegenwart ist er „da“. Man banalisiere das nicht dahin, er sei eben darin,,gegeben". Denn was gegeben ist in einem an- dern, was sich so in einem andern darstellt, ist gerade das Erfahrbare. Also z. B. eine beliebige Beschaffenheit. In der Wärme präsentiert sich der Körper nicht. Die Wärme ist,,weiter nichts als" seine Beschaffenheit. Die Farbe entsteht als Qualität. „Entstehen der Farbe und sich entscheiden ist eins" 1. Beschaffenheiten sind dem- gegenüber Zu-Stände; sie sind,,solche" Beschaffenheiten; sie sind kausal verknüpft mit andern Zu-Ständen. Eine Qua- lität aber ist an ihrer selber ‚‚Prägung“. Nämlich weiter nichts als,,das“. Die Geburt der Qualität ist wohl zu begreifen – wie das z. B. die Absicht Goethes war in der Farbenlehre - aber es gibt keine causa efficiens der Farbe. Orientieren wir jetzt die eine Aporie, die Herbart an den An- fang seiner Metaphysik stellt, an der Sprödigkeit oder an dem I Goethe, Farbenlehre, didaktischer Teil § 695. 80