konzipiert worden. Dialektisch und physisch ist er das. Die Farben, aus denen er besteht, sind eigentümlich leer. Es fehlt das, was so aussehen könnte. Sie entstanden freilich an der Materialität, nämlich an den Wassertropfen, nicht anders aber als z. B. die Farbe, die die Fensterscheibe im Schein der Abend- sonne bekam und dann hatte, und die dem Glas vorgelagert blieb in dem Sinn, daß dieses nur dahinter seine Grenze (nämlich die des Glases und nicht die räumliche der Glas- scheibe) bekommen, nämlich sichtbar werden konnte. Der bloße Schein ist aber nicht einfach nichts" in dem Sinn einer Imagination. So als ob er nicht das wäre, wofür man ihn hielt. Als bloßer Schein war er ja gerade angespro- chen, also doch wohl dabei als „,et was" genommen worden. So ohne weiteres ist er der Frage von Herbart nicht entzogen. Herbart bemerkte nur nicht die Antizipationen, die seiner Frage allererst den Sinn und ihr Gewicht verschaffen. Sie liegen in der Konzeption einer Natur überhaupt. $ 19. Herbart stellt demjenigen, was nur relativ in bezug auf an- deres ist, etwas ,,selbst" als absolut gegenüber. Als dasjenige, was es an sich ist. Er fügt hinzu: was es,,in Ruhe gelassen“ ist. Meinte er damit, so wie Blau eben Blau und ein Dreieck eben ein Dreieck ist? nämlich das ,,bleibt“ in dem Sinn, den wie früher festsetzten? Dann wäre es freilich richtig, daß wer auf die Frage: Was ist dies Ding? antworten will, antwor- tet durch die Summe seiner Kennzeichen, und daß dann so- gleich die zweite (oben S. 1 zitierte) Aporie entsteht, daß das Ding die vielen Kennzeichen nur eben hat, aber nicht das viele ist. Herbart erklärt sich darüber nicht näher und glaubt, das ,,in Ruhe gelassen" genügend durch sein Gegenteil demonstriert zu haben. Er führt da auf und stellt nebeneinander: Ein Kör- per hat Farbe, aber nicht ohne Licht. Er ist zerbrechlich, wenn man ihn bricht. Er ist schwer; nämlich auf der Erde. Er ist hart oder weich, wenn man in ihn eindringen will. Also im- 72