sprochen wurde. Ähnlich wie etwas weiter nichts als ,,ein Stück“ Eisen war, wo in dem,,ein Stück“ gerade der Verzicht auf eine Kenn zeichnung im strengen Sinne lag. Was hier nun „blau“ in irgend einem nicht bloß prädikativem Sinne ,,sei" danach fragt man wiederum vergebens. Oder viel- mehr: darin, daß es als blauer Fleck genommen wurde, lag bereits der Verzicht auf die Antwort. Aber daß man es dann immerhin wenigstens als Fleck nehmen mußte, ist bezeichnend. Und zwar beziehend nicht etwa dafür, daß blau eine notwen- dig durch einen Träger gestützte Eigenschaft wäre, die eben bestenfalls nur inhäriert; daß es das gerade nicht ist, zeigt ja gerade der Fleck, sofern er gar nicht blau,,ist“. Aber das ist darin angezeigt, daß nur eine Farbe d. i. etwas, was nur spezifisch differieren kann - blau,,sein" bzw. so heißen kann, daß Blau also nicht in dem Sinn,,selber" existieren kann, als etwas existentes darin gar nicht ,,begriffen“ wurde. $ 17. - Der Regenbogen besteht aus gelb, grün usw. Fürs erste ist er eine Erscheinung. D. i. es ist nichts dahinter. Damit soll nichts nachträglich über den Regenbogen festgestellt, sondern nur das expliziert werden, was als Regenbogen,,genommen" wird. Es ist nicht nur technisch unmöglich, ihn näher oder in den Rücken zu kommen. Er hat keinen Stand¹ in dem Raum. Er erfüllt ihn nicht wie,,Wirkliches", was in den Raum hineingebreitet, darin verwurzelt ist. Dem Regenbogen fehlt dieses innere Verhältnis zu dem Raum. Als bloßer Schein ist der Regenbogen hinter eine dem Raum immanente Grenze gerückt. Als Schein ist er mit hineingenommen in die Um- welt. Darin liegt sein Unterschied gegenüber dem Himmels- blau, das hinter den Bereich des Materiellen schlechthin ge- bannt bleibt. I Das ist keine Metapher. Metaphorisch möchte ich vielmehr den üblichen Gebrauch des Wortes,,stehen" nennen, wo es etwas lediglich bezeichnet. Aber in dem,,in sich selbst stehen" ist gerade die eigentliche Bedeutung von „stehen“ zum expliciten Vollzug zu bringen. 70