― schaffenheiten. Es sind keine geprägten hundert Ta- ler. Von denen sagten wir aber, daß ihr Existieren oder Nichtexistieren-können auf den Zufall ihres Daseins, d. i. auf den Zufall hinauskäme, den sie an ihnen selbst haben. Es genügt nicht, sie durch ihr,,Äußeres" zu kennzeichnen. Als ob etwas, was einfach so und so aussieht, ein Taler wäre. Das Äußere eines Talers ist verändert, wenn er abgegriffen ist. Die Prä- gung ist eine Beschaffenheit des Talers, die nicht nur insofern bleibt, als er sie einmal erfahren hat und sie sein Schicksal ist. Sie bleibt vielmehr neben der andern Beschaffenheit, daß er abgegriffen ist. Nur zusammen mit der ersten ist hier sogar die zweite Beschaffenheit möglich. Als eine „Inhärenz“ kann man aber weder das eine noch das andere bezeichnen. Man hat schon Bedenken, diese zweifellosen Beschaffenheiten überhaupt Eigenschaften zu nennen. Wobei man zur Fi- xierung dieses Terminus zurückgeht auf das, was er z. B. bei dem Silber bezeichnet. Daß das Silber so und so aussieht, zähe ist usw., gehört zu ihm als die Seiten, in denen es sich dar- stellt. Aber auch hier entstehen sofort Schwierigkeiten. Als Natur, d. i. auf seine Natur hin, war der Körper genommen worden, als man danach fragte, was er eigentlich ist. Zu seiner als,,Silber" bestimmten Natur gehört das Aussehen usw. Die Prägung blieb aber auch,,seine" Beschaffenheit. We m inhärieren dann eigentlich die sog. Eigenschaften? $ 15. Es wurde gefragt, ob im Falle des Regenbogens nicht ein- fach bloß die Farben da seien, aus denen er ja doch besteht. Demgegenüber wiesen wir auf die Schwierigkeit, anzugeben, was denn dann existieren soll. Denn ,,Blau" bestimmte eine Farbe. Das, was,,Blau“ hieße, könnte nur spezifisch diffe- rieren, nämlich von andern Farben. Demnach bliebe es bei der Existenz des Regenbogens bzw. des blauen Flecks; gerade auf den Umstand seines Daseins hin war etwas als Regenbogen bzw. Fleck angesprochen worden. 67