möglich ist, das besagte Prinzip überhaupt anzusetzen, näm- lich bei den in Ziffern dargestellten Zahlen der Rechnung, fehlt ineins damit wiederum die Möglichkeit eines Vergleichs. Also gerade dort, wo wir Bestimmungen eines schlichten Was haben, fehlt das, was dann das auch tatsächlich „,ist“. Das durch Konstruktion entstandene Dreieck hat in dem durch seine Kongruenz bzw. Nichtkongruenz mit anderen Dreiecken be- zeichneten Felde keine,,Eigenschaften“. Die sog. Eigenschaf- ten hat das Dreieck, die Zwei usw. Diese Eigenschaften sind hier einfach gelegen in der Fortsetzung der Bestimmung. Die eine Bestimmung hängt zusammen mit der andern. Insofern sind die Eigenschaften des Dreiecks tatsächlich Bestimmungen seines Was. Deshalb kann man dann sagen, daß das Dreieck Grund von Folgen ist, daß überhaupt von dem Dreieck etwas gilt, nämlich das, was sich dann dokumentiert an den spezi- fischen Besonderungen des Dreiecks. Die Eigenschaften sind also hier Bestimmtheiten des Was in einem andern Sinn als man zunächst vermutet. Nämlich insofern, als die Verknüpfung des einen mit dem andern rich- tig ist. Gerade die in der Inhärenz einer Eigenschaft beschlos- sene Wahrheit stellte aber für Herbart das eigentliche Pro- blem. Dabei konnte als Eigenschaft nur dasselbe auftreten wie in der prädikativen Synthesis, als deren konstitutum der sog. Gegenstand entworfen war. Nämlich z. B.,,weiß“, „hart“, als determinierendes Was. Dessen,,Inhärenz" wäre freilich et- was sehr Merkwürdiges. Es macht hier wenig aus, ob man die Subsumtion unter einen Begriff er- setzt durch die μsé an einer open. Denn das prädikative Schema, nach dem der,,Gegenstand" entworfen ist, wird hier beibehalten: „Das So eines bestimmten Gegenstandes zu treffen suchend, werden wir zunächst etwa sagen: Er sei euxóc oder depuós. Aber die Frage nach dem Wesen eines Gegen- standes wird in viel höherem Grade befriedigt, wenn wir erfahren, es sei άveρшлоs oder ллоç. Hier wird uns nicht gesagt, wie beschaffen der Gegenstand ist, sondern was er ist" 1. Es wird dann weiter ausgeführt, wie weiß“ primär das ti der Färbung und nur mittelbar an demjenigen,,realisiert sei, 1 J. Hering, Das Wesen, die Wesenheit und die Idee (Husserls Jahrb. f. Phản. IV, S. 506. 5 Lipps, Untersuchungen 65