vorstellung" abzuleiten.,,Es regnet“ ist nicht nur eine „,fer- tige Form" in dem Sinn, daß wir sie,,bilden und hören, ohne uns der durch sie ausgedrückten Analysierung der Gesamt- vorstellung bewußt zu werden" 1. Die impersonale Form be- zeichnet vielmehr eine Conception, d. i. etwas, was in einer ,,unmittelbaren Vorstellung“ überhaupt nicht, sondern nur ex- plizite insofern vollzogen werden kann, als es hermeneu- tisch zu begreifen ist. Man hat gegenüber der Auffassung des „es“ (in „es klopft“) als eines,,absichtlich nur allgemein angedeuteten Satzgegenstandes" bemerkt, wie in ,,es klopft" das Verb intransitiv sei. Aber das genügt nicht. Es ist nicht nur so, daß hier das Verb,,sich nicht mehr auf ein wirkendes Subjekt, sondern auf die gegebene Situation bezieht“ und nur,,die akustische Erscheinung bezeichnet". Denn im- personal ist der Modus der Lage — nämlich,,einer“, z. B. „,mei- ner" Lage —, unter dem etwas angesprochen wird. „Je- mand klopft" ist logisch betrachtet nicht weniger im- personal als ,,es klopft". Die sog. Geltung eines - weil un- vermeidlich allgemein angesetzten ,,Prädikats" wird hier nicht etwa eingeschränkt bzw. auf ein gewisses, nur eben un- bestimmt gelassenes,,Subjekt" bezogen. Das sprachliche Ge- füge des Satzes zeigt überhaupt noch kein Urteil an ³. - - $ 14. - Der nach dem Schema der Prädikation entworfene Ge- genstand ist als das und das lediglich auszuweisen. Auf objektive Wahrheit ist er geradezu angelegt. In seinen sog. Eigenschaften ist etwas bezeichnet, was ,,er" als Subjekt der Prädikationen „ist“. Nämlich in dem Sinne ,,ist“, als er ein- fach indiziert wird in seinem Prädikat. An Prädikatsstelle steht ein Was. Z. B. Blau. Aber wem kommt es eigentlich zu? Die Bank ist blau angestrichen, der Amethyst sieht blau I Hans Corrodi, Das Subjekt der sog. unpersönlichen Verben. (Ztschr. f. vergleichende Sprachforschung, LIII, S. 10.) 2 1. c. S. 16. 3 vergl. hierzu die Untersuchungen des 2. Teiles. 63