und ausgedrückt worden. Der Satz,,ich friere" ist nicht we- niger impersonal ¹. Denn vor mir wird dabei nichts,,prädi- ziert“. Vielmehr: nur ein augenblicklicher Zustand wird be- zeichnet, d. i. etwas, von dem der Augenblick auch nicht in dem Sinne zu trennen ist, daß man das „,jetzt“ als eine nähere Be- stimmung auffassen könnte. Denn das, was in,,ich friere“ ge- prägt ist, kann nur aus dem Umstand meiner Existenz abge- hoben werden, der in der Gelegenheit meiner selbst gegeben ist. Es geht deshalb auch nicht an, die Impersonalien als logisch inkomplet zu betrachten. Das,,Hier" ist als das in,,es regnet" implizit genommen bzw.,,gegebene" Hier ebensowenig ein identifizierbarer Ort als das ,,Jetzt" des Augenblicks eine identifizierbare Zeitstelle bezeichnet. Das Wort,,hier" hat nicht einfach die Funktion, die räumliche Umgebung der redenden Person zu bezeichnen. So als ob sich seine eigentliche Be- deutung erst auf Grund der jeweiligen Vorstellung dieses Or- tes konstituierte 2. Die Bedeutung von ,,hier" ist überhaupt nichts, was man so,,verstehen" kann. In das,,hier" selber ist die Gelegenheit gebannt, die, bezeichnet man seine,,Bedeu- tung" als okkasionell, als bloße Okkasionalität seiner von Fall zu Fall wechselnden Verwendung erscheint. Und ebenso: im Augenblick wird die (einige) Zeit ganz eigentlich fixiert. Nämlich gerade als Zeit. Nicht anders, als in dem,,irgendwo“ der Raum überhaupt allererst gesetzt wird; das Präfix „ir- gend" vertritt hierbei nicht einfach in einem bloß logischen Sinne das Offenbleiben der Bestimmtheit einer sog. Stelle des Raumes. Es war überhaupt verkehrt, eine sprachliche Gestaltung wie die Impersonalien aus einer bestimmten,,Analyse einer Gesamt- I Günther Stern, Über Gegenstandstypen (Philos. Anzeiger, Bonn, I.) Seite 375. 2 Husserl, Logische Untersuchungen 2 II. S. 81.,,Nach einem Teil ist die Bedeutung allerdings eine allgemein begriffliche, sofern ,,hier“ überall einen Ort als solchen benennt; aber an dieses Allgemeine schließt sich, von Fall zu Fall wechselnd, die direkte Ortsvorstellung, die unter den gegebenen Umständen der Rede durch diese anzeigende begriffliche Vorstellung des ,,hier“ verständlich pointiert und ihr untergeordnet wird.“ 62