von der Konstitution durch ein sinngebendes Bewußtsein, was gleichsam nur immer sich selbst beantwortet. 66 Nach Sigwart ist in Fällen wie ,,es ist glatt",,,es ist weit" in dem impersonalen „es“ ein bekanntes und an sich bestimm- tes Subjekt angedeutet. Wir nähmen uns nur nicht die Mühe, es ausführlich zu nennen. Der Boden sei glatt, auf dem man zu gehen hat, bzw. der Weg sei weit. Oder in anderen Fällen sei mit dem,,es" eine ,,unanalysierte Menge von Objekten oder Eindrücken" bezeichnet, denen zusammen das Prädikat zu- käme. Bei,,es friert“, „,es taut" sei das, was gefriert und was taut, gar nicht zweifelhaft; damit aber, daß ich nichts einzelnes nenne, wie etwa,,der See gefriert", deutete ich an, daß das Gefrieren oder Tauen in der ganzen Umgebung in unbegrenzter Ausdehnung stattfindet. Und in einem Falle wie,,es ist Sonn- tag" sei gemeint:,,heute ist Sonntag".,,Die Gegenwart selbst, die ich zwar nicht wie ein äußeres Ding wahrnehme, die aber doch meinem unmittelbaren Bewußtsein als Glied einer Reihe aufeinanderfolgender Zeitmomente gegeben ist, ist das Subjekt." Das,,heute ist aber ebensowenig wie das ,,hier draußen“ etwas Gegenständliches und Identifizierbares und etwas, wor- über man etwas aussagen könnte. Heute, gestern usw. sind aus dem Umstand meines Daseins überhaupt nicht heraus zu lösen, der gerade als die Gelegen-heit meiner selbst nur in Zu- ständen bestimmt und faßbar wird. Wenn ,,es noch weit ist“, dann ist es nicht einfach ein gewisser, sondern ,,mein“ Weg, d. i. ein Weg, der nicht nur auf mich bezogen ist,,,dessen“ Länge vielmehr einen Zustand bezeichnet im Rahmen einer ,,Lage“, in die ich nicht nur eingestellt bin, sondern die schon als,,Lage" auf mich hin konstituiert war. Daß es,,mein Weg" ist, bestimmt kein Subjekt, sondern wirkt sich gerade aus in der im personalen Gestaltung. Hier ist nichts da, was als prä- dikabel angesetzt und dann durch ein Prädikat bestimmt wer- den könnte. Daß hier der Modus des Gegenüber überhaupt nicht verfängt, ist in der impersonalen Form gerade gestaltet 1 Die Impersonalien, Freiburg i. Br. 1888, S. 24 ff., 47. 61