$ 13. Die Dinge mit ihren Eigenschaften, d. i. das, was unter dem Aspekt von genereller Kenntnis bzw. Nichtkenntnis begegnet, bezeichnen nur eine besondere Richtung in der Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit. Sie sind nicht das,,nächste": - Wir sprechen von dem Regen draußen. Er kühlt ab, setzt aus, und verändert sich. Ob es ein Vorgang oder ein Zustand oder was sonst sei, so kann man schon nicht fragen. Bei den übrigen Impersonalien ist es nicht anders. An dem im- personalen „es“ liegt aber hierbei nicht die Schwierigkeit. Denn daß,,die Sonne scheint", wird man kaum als eine Aussage über die Sonne bezeichnen wollen, sondern auch nur über das Wetter. Und das Wetter selber? Es kann sich wohl än- dern, z. B. wenn es kalt wird, aber etwas, was an ihm selber umgestaltet wird, fehlt. Was sich ändert, ist des näheren das Wetter „draußen“, „hier“, „jetzt“. Durch diese Zusätze wird es aber nicht nur eben,,bezeichnet“; der deik- tische Hinweis vertritt nicht eine eigentliche Bestimmung. Viel- mehr: an ihm selber hat ,,das Wetter" die Okkasionalität, die in dem,,hier" usw. bedeutet ist. Deshalb kann das Wetter nur,,wechseln". Regen und Sonnenschein sind nun freilich ,,Zustände". Sie betreffen den Stand des Wetters. Daran konnte man sich nur dann stoßen, wenn man es unternahm, statt den λóros von,,Zustand" explicite zu aktualisieren, das sog. Wesen des Zustandes durch den Vergleich mit Vorgängen usw. festzustellen. Man hielt sich dabei an das, was man als Zustand bezeichnet, aber gerade nicht an das, was,,Zustand“ eigent- lich bedeutet, und was bei der Wahl gerade dieses Aus- drucks zur Bezeichnung von etwas gegenwärtig sein muß (wenn es auch hier, nämlich in der Einstellung des natürlichen Lebens nicht explicite vollzogen wird). Daß etwas als Wetter usw. an- gesprochen, daß also etwas darin „getroffen“ wird, näm- lich von einem in die Welt verschränkten Standpunkte aus, darin liegt die entscheidende Wendung gegenüber der Lehre 60