rad; es ist das insofern, als es entweder überhaupt ein Fahrrad oder eins meiner Fahrräder ist. Aber doch nicht so, als ob hier etwas Allgemeines nun weiter bestimmt wäre als,,mein“ Fahr- rad. Der Träger einer solchen Bestimmtheit ist nicht zu finden. Denn wie steht es z. B. mit einer sog. Identität, wenn etwa seine sämtlichen Teile nacheinander erneuert worden sind? Oder dann, wenn es auseinander genommen wurde und seine Teile verstreut und zu je anderen Zwecken verwandt werden? Man sagt wohl, sie gehörten zu,,meinem Fahrrad“ - nämlich zu dem von vorhin. Wir nehmen aber hier frühere Erörterun- gen nur wieder auf, wenn wir bemerken, daß hier nicht etwas „ein Fahrrad“ „ist“, nämlich bleibt im Wechsel seiner sog. Accidentien. Nur gerade durch den Umstand seiner Schicksale und Bezüge kann es dieses, nämlich mein Fahrrad sein. Andererseits aber der Umstand, daß die hundert Taler in meinem Vermögen vorhanden sind, verschaffte ihnen noch keine Individualität. Wir sagten, sie seien eine „Sache“, die als solche in den Kontext des Vorhandenseins, Fehlens, Wechselns gebunden ist. Hegel 1 bestritt die Isoliertheit der hundert Taler; damit meinte er ihre notwendige Bestimmtheit ,,gegen Anderes". Es ist aber ein Unterschied: Durch den Um- stand seines Daseins allererst da zu sein das ist synthetisch! - oder: durch das Gebundensein in den Kontext des Vorhan- denseins oder Fehlens seine bloße,,Abstraktheit“ zu er- weisen. - Gerade dann, wenn etwas als Fahrrad,,genommen", d. i. dahin angesprochen wird, wird es nicht unter „,Fahrrad“ I,,Der Begriff der hundert Taler, sagt Kant, werde nicht durch das Wahr- nehmen vermehrt. Der Begriff heißt hier die vorhin bemerkten isoliert vorgestellten hundert Taler. In dieser isolierten Weise sind sie zwar ein empi- rischer Inhalt, aber abgeschnitten, ohne Zusammenhang und Bestimmtheit gegen Anderes. Die Form der Identität mit sich benimmt ihnen die Beziehung auf Anderes und macht sie gleichgültig, ob sie wahrgenommen seien oder nicht. Aber dieser sogenannte Begriff der hundert Taler ist ein falscher Begriff, die Form der einfachen Beziehung auf sich gehört solchem begrenzten, end- lichen Inhalt nicht selbst; es ist eine ihm vom subjektiven Verstande angethane und geliehene Form; hundert Taler sind nicht ein sich auf sich Beziehendes, sondern ein Veränderliches und Vergängliches.“ (Logik, Werke III, S. 86.) 54