,,dieses Exemplar von f.l." Sicherlich: die Kenntnis eines Eigennamens ist vermittelt durch eine Identifizierung; sie be- steht geradezu in deren Vollzug. Aber etwas, was man bezeich- nen könnte, ein Gegenstand, etwa gar ein,,individueller“ Ge- genstand, wird hierbei nicht identifiziert. Der Eigenname steht, sofern er nicht unvermittelt zu seinem Träger gehört, auch nicht außerhalb des Bedeutungsproblems. Es ist keineswegs so, daß sich nur dann,,,sobald man aus dem Lichtkreis des voll- erwachten Bewußtseins heraustritt, die scharfe Trennungslinie zwischen Benennung und kollektiver Bedeutung verwischt" ¹. Das was einen Eigennamen von der fraglichen binären Form bekommen konnte, ist allererst im Verfolg einer bestimmten biologischen Theorie überhaupt konzipiert worden. (Vor Linné wurden z. B. die,,Arten" in dem Sinn für konstant ge- nommen, wie wir etwa die Kristallformen für gesetzmäßig hal- ten; die Möglichkeit einer Verwandlung der einen Art in die andere bzw. deren spontane Entstehung war selbstverständ- lich). Auch in dem Namen eines Totems tritt eine bestimmte Begriffsbildung zutage. Das, was hier primär konzipiert ist, ist die Verwandtschaft der Angehörigen eines Clans zu einer bestimmten Tierart. Der Totem ist kein Genus auf dem Grund gemeinsamer Abstammung. Die Bororó sagen, daß sie rote Papageien, und die Trumai, daß sie bestimmte Wasser- tiere „,sin d“ 4. Das zeigt, wie hier der Bezug auf eine Natur mit,,Arten" von Tieren usw. durch einen anderen ersetzt ist, wie das Subjekt sich hier findet und bestimmt auf dem Boden einer besonderen Korrelation, deren Gegenpol freilich indefi- nibel bleibt. Letztlich ist er das aber auch im Falle z. B. des ,,Du" oder „Er". Und ineins damit sind das auch die Moda- وو I Ammann, I. c. S. 76. 2 cf. E. Rádl, Geschichte der biologischen Theorien in der Neuzeit, I2 1913. S. 263 ff., II 1906, S. 42. 3 E. Cassirer, Philosophie der symbolischen Formen, II. Das mythische Denken, 1925, S. 226 ff. 4 Nach dem Bericht K. v. d. Steinens, zitiert bei Levy-Brühl, fonctions mentales dans les sociétés inférieures 7 1922, S. 94. les 31