gehört, unter den dies und jenes als Gegenstand fällt. Wir lö- sten die Wortbedeutung aus dem Schema, in das man sie ein- zustellen gewohnt ist. „Eisen“ ist nicht einfach eine „,Bezeich- nung". Man führt etwa die Bedeutung eines Wortes zurück auf dessen,,feste nun einmal vorhandene"1 Zugehörigkeit zu Ge- genständen von bestimmter und gleicher Beschaffenheit. In- dessen - primär gehört die Vokabel überhaupt nicht zu dem, was man durch die Verwendung dieser Vokabel bezeichnen kann. Primär ist in ,,Eisen" ein Stoff getroffen. Das Stück in meiner Hand ist von demselben Stoff wie der Haken in der Wand, und insofern sind" beide Eisen. Daß jedesmal der nur spezifisch bestimmbare Stoff der eigentliche Ansatz möglicher Bestimmung ist, die doch wie- derum nur betreffen kann je ein „dies da", was als solches nicht etwas Spezifisches ist, erklärt die Unmöglichkeit der Vokabel,,Eisen" etwas schlicht in dem Sinne zuzuordnen, daß sie das,,bezeichnet“. Anderseits macht es aber gerade die Eigentümlichkeit des Name-seins begreiflich.,,Dieses Metall" so kann man sagen heißt,,Eisen". -- - Wird etwas als ,,Eisen" angesprochen, so wird es nicht als die,,Verwirklichung einer Idee" gedeutet, die uns,,die Sprache vermittelt". Zur Konstruktion solcher Beziehungen zwischen einem bloßen Etwas und seiner Idee, der Bestimmt- heit, oder seinem Begriff wird man verführt durch den Ansatz von,,Gegenständen“. In „Eisen“ ist aber etwas getroffen, dem man im Umgang mit den Dingen begegnet. Nämlich ein Stoff. Es wird durch,,Eisen“ kein Gegenstand bezeichnet, sondern ,,etwas gekennzeichnet". Nämlich dadurch, daß eine selektiv konzipierte Natur bestimmt wird. In,,Erde“ z. B. ist et- was anderes,,genommen" worden. Daß dies und jenes generell ,,Eisen" ist, das aber, worauf wir stehen, nur ,,die Erde" ist. unterscheidet nicht die,,Bedeutungen" dieser Vokabeln. Die Differenz liegt in den Sachen. I Theodor Conrad, Sprachphilos. Unters. I (Arch. f. d. ges. Psycho- logie, XIX, 1910, S. 437. 26