kennzeichnet würde. Das ,,ein" in ,,ein Mensch" hat keine in diesem Sinne äußere, sondern eine gleichsam innere Bedeutung. Als Exemplar ist etwas ein Mensch. Das „ein“ hat keinen Bezug auf eine Allgemeinheit. So als ob durch ,,Mensch" nicht eine Art bestimmt, sondern eine Gattung bezeich- net wäre. Gerade das ist vielmehr in der Wortverbindung,,ein Mensch" bezeichnet, wie etwas als Exemplar etwas Sp e- zifisches ist. Dem gegenüber ist etwas z. B.,,ein Regenbo- gen" nur durch die Weise seines gelegentlichen Auftretens. Der Regenbogen bleibt gebannt in den durch Atmosphäre usw. des näheren zu beschreibenden Kontext.,,Regenbogen" bezeichnet eine typische solche Erscheinung. Eine,,Erscheinung" - es ist entscheidend, wie etwas durch den Umstand seines Auftretens, d. i. in seiner individuellen Ausgestaltung ein Re- genbogen ist.,,Von sich aus“ ist nichts ein Regenbogen. Recht besehen kann hier eine solche reflektierte Selbstheit, wie sie in dem,,an sich" bzw. „,von sich aus" formuliert wäre, gar nicht angesetzt werden. Die angeblich in dem,,ein Mensch" ausgedrückte Verein- zelung einer Spezies hat im Bereiche dessen, was überhaupt als eine „,Natur" konzipiert wird, einen eigentlichen Gegen- satz. Er ist bezeichnet in dem,,von Eisen sein". Der Akzent ist beidemal verschoben. Es gibt „Stücke von“ Eisen. Man nimmt den Stoff, als ob er in einer seinen Stücken jenseitigen Totalität verharrte, d. i. nicht so von dem Stück, dessen Sub- stanz er ist, annektiert würde, wie die ,,Art" von dem Exem- plar, das sich als Exemplar seine Art gerade zu eigen gemacht hat. Die Einzelheit des Exemplares ist eine Folge von dessen Reflektiertheit. ,,Stoff" ist freilich noch mehrdeutig. Befragt, was bzw. wovon dieses hier eigentlich sei, antwortet man etwa mit „,Ze- dernholz". Und bezeichnet dabei den Ursprung eines Materials. Hier hat das,,wovon" eine andere Bedeutung als dann, wenn wir sagten, es sei - bei Eisen z. B. - etwas auf seine schlichte, nämlich substantielle Natur hin befragt, d. i. es sei dabei über- 22