Differenz betrifft lediglich den Stoff eines Körpers. 2. Ein Stoff kann nur spezifisch differieren mit einem andern. Ist der Stoff dieses Körpers mit demjenigen eines andern Kör- pers spezifisch derselbe, so sind sie schlechthin derselbe Stoff. Läßt man es aber einfach bei dem sog. ti bewenden, so wird der Ansatz einer sog. spezifischen Identität von verschie- denen,,Gegenständen" unvermeidlich. Und es ist deutlich, wie gerade daran die sog. Idealität einer Spezies geknüpft ist, der diese Gegenstände – nämlich dann als Vereinzelungen die- ser Spezies unterstehen sollen. ― - - Man bemerkt aber auch, daß das Eisen in meiner Hand nicht insofern,,wirkliches Eisen" ist, als hier etwa Eisen durch Existenz kompletiert ist. Dann wäre statt des Eisens selbst etwas wirklich was recht besehen - durch ,,Eisen" ledig- lich qualifiziert ist. So nämlich nur als Eisen qualifiziert oder,,bestimmt" ,,ist" nichts Eisen. Eisen selbst ist wirklich, wenn es die oben explizierte Position in dem Reali- tätsgefüge eines Stückes Eisen hat. Es bleibt dabei, daß das Eisen oxydiert, und zwar nach und nach, wenn etwa ein Na- gel rostet. Daß,,Eisen“ nicht selbst von Eisen ist, ist eine bare Trivialität, wenn dabei,,Eisen“ beidemal dasselbe bedeu- tet. Es ist aber falsch, wenn darin eine Differenz fixiert wer- den soll. 66 S 4. Schon schwieriger ist es zu bemerken, daß auch „,ein Mensch keineswegs einfach dahin zu interpretieren ist, das ,,ein" bezeichne dabei die Subsumtion unter einen Allgemein- begriff. Wir werden später zeigen, daß diese Subsumtion eine besondere Operation ist, auf die in keinem Falle das- jenige zurückgeführt werden kann, was man die Bestimmung von etwas nennt. Auch in ,,Mensch" ist - gegenüber ,,Sklave" z. B. - die Na- tur von etwas angegeben. Aber hier insofern, als seine Art fi- xiert wird. Eisen, Blei .. sind Substanzen in dem engeren Sinne, sofern sie schlicht das angeben,,,was" etwas ist. Da- ... 20