Platoorplay Print 7.24.46 55713 VORWORT. Die folgenden Untersuchungen behandeln die Schwierig- keiten, die in der Inhärenz der dinglichen Eigenschaften ent- halten sind. Die Erörterungen von Herbart hierüber werden wieder aufgenommen. Seine Aporetik ist dadurch bestimmt, daß in den Eigenschaften eines Dinges etwas bezeichnet ist, was das Ding als Subjekt von Prädikationen,,ist": das Ver- fängliche liegt darin, wie sich die Verknüpfung der Copula in eine bestimmte,,Lage", die darin gelegene Beschränkung, gerade in der sog. Universalität des Logischen spiegelt; zur Konzeption des ens praedicabile gehört die Verifizierbarkeit. Aber statt so die Copula in der gehörigen Weise zu vollziehen, ist es die philosophische Aufgabe, diesen Vollzug selbst aus dem in der Copula mitgesetzten Horizont zu begreifen. Da- bei verliert das a priori seine Stellung im Aufbau der Er- kenntnis bez. des,,Gegenstandes". Durch,,kritische“ Ana- lyse ist es überhaupt nicht zu gewinnen. Aber auch nicht durch bloße,,Reflexion" auf das in irgendeiner Einstellung Gege- bene. Sondern nur dadurch, daß diese Einstellung selbst ab- gebaut wird bis zu ihren fürs erste verdeckten Motiven, daß sie als eine bestimmte Lage begriffen wird, die dem befragen- den Umgang mit den Dingen zugrunde liegt. Darin liegt wohl eine Wendung gegenüber manchen Formulierungen von Hus- serl. Aber ich glaube, daß ich auch dort nur sein Schüler bleibe. Die Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft hat den Druck dieser Arbeit ermöglicht. Herrn Dr. Friedrichs danke ich für die Hilfe bei der Korrektur, Herrn Prof. Misch über- dies für die besondere Anteilnahme, die meine Arbeit immer begleitet hat. Der II. Teil wird am Anfang des nächsten Jahres erschei- nen können. Hans Lipps.