"" ihre Möglichkeit" gerade allererst aus dem Besonderen ihres Themas¹). Quantität und Modalität bezeichnen bei der generellen bzw. universellen Aussage schlechthin Verschiedenes. Das Verhältnis, in dem im einen Fall das Prädikat zum Subjekt steht, hat mit der Angabe, daß es keines gibt, welches nicht ... ebenso wenig etwas gemein, was man als dieselbe,, Quantität" des Urteils bezeichnen könnte, als die Notwendigkeit der Folgebeziehung im ersten Fall mit der,,bloßen Tatsächlichkeit“ der Angabe im zweiten Fall der „,Modalität“ nach zu vergleichen wäre. Von der,,Qualität“ galt aber das Entsprechende. Nach Quantität, Modalität, Qualität können nur dann die Urteile eingestellt werden, wenn man sie als Formulierungen bestimmter Sachverhalte auf- faßt, bzw. das „Urteil“ auf die Setzung, man sagt hier etwa: Behauptung - von Sachverhalten reduziert. In der generellen Aussage wird freilich ein genereller Sachverhalt mitgeteilt. Aber die Geltung ist hier an den Sachen und nicht an deren Transposition in das sogen.,,Urteil" zu entdecken. Die Aussage ist als Aus- sage nicht,,generell". Im anderen Fall war aber universell die im Urteil festgestellte Angabe. „Urteil“ ist etwas, zu dem man im Urteilen als einem bestimmten Modus fragender und unter- suchender Haltung gelangt ist. Aussagen sind lediglich insofern universell oder generell, als man in dem, was man sagt, sich - 1) Eine unendliche Folge von Gliedern, die aus freien Wahlakten ent- stehen, findet weder an ihr selber noch gegen anderes ein Ende. In dem nie- ganz-gegeben-sein-können vermißt man aber etwas, dessen Begriff" nur gerechtfertigt wäre bei der Klasse bzw. dem Inbegriff (s. S. 68). Durch deren Definition ist gewisses ein- und anderes ausgeschlossen. Das alle des Universal- urteils ist aber eine Bestimmung, deren Gewähr, d. i. deren Richtigkeit vom Urteil übernommen und geleistet wird. Der Zusatz alle überhaupt verkennt die,,Grenzen" des Urteils, nicht anders als man den Horizont z. B. miß- deutet, wenn man ihn nicht als immanente, sondern als eine Grenze an der Welt selber oder gegen anderes nehmen würde. Die Menge,,aller Dinge über- haupt" erinnert insofern freilich an die Schwierigkeiten in den Kantischen Antinomien. Die,,Menge aller Dinge überhaupt“ ist aber nicht deshalb zu beanstanden, weil sie ,,kein abgeschlossenes Ganzes ist" (G. Hessenberg, Grundbegriffe der Mengenlehre, 1906 S. 147), sondern weil die in alle gegebene Bestimmung und der in dem überhaupt enthaltene Hinweis auf den Garantie- bereich einer begrifflichen Bestimmung miteinander unvereinbar sind. 22 104