subjektiv oder als außenweltlich usw. genommen, befragt und an- gesprochen wird, wird in dem,, wirklich" gerade merkbar. Etwas ist in Wirklichkeit ein Regenbogen; nämlich,,in Wahrheit“ ist er das. Das meint aber nicht etwa : es ist,,wahr", daß es ein Regen- bogen ist. Denn dann wird die Frage unausweislich, ob es,,wirklich wahr" ist, daß ... In der Konsequenz eines solchen Ansatzes liegt aber die Skepsis. Es macht wenig aus, ob sie nur,,methodisch" ist. Gerade als,,methodische" wird sie verhängnisvoll. Sofern sie sich nämlich dann des Horizontes begibt, dessen Gegenwärtigkeit gerade die Voraussetzung dafür war, daß die antike Skepsis hier etwas vermißte. Das ,,wahr" in ,,es ist wahr, daß ..." steht nicht auf sich selbst. Man ist ihm auch nicht verschrieben durch die Begabung mit einem,,Bewußtsein", das nicht umhin könnte zu,,setzen". Sondern nur insofern, als die Wirklichkeit un- verlierbarer Horizont ist, ist man,,in der Wahrheit". Und man Indessen: Die perspektivische Verschiebung ist gerade etwas, was im ursprünglichen Umgang mit den Dingen verstanden wird. Nämlich auf dem Boden einer Auslegung, in der z. B. so etwas begriffen wird wie Zu- und Ab- wendung eines Körpers, seine,,Gegenüberstellung" usw. Das so und so ,,gewendet-sein" der Dinge ist etwas, was im sehend-sich-mit-den-Dingen- befassen antizipiert ist. Die perspektivische Verschiebung ist ursprünglich als eine Tatsache genommen. Man versteht sie,,als" eine Erscheinungsweise. Ebensowenig als das Aussehen eines Körpers ist seine perspektivische Ver- kürzung etwas, was gleichsam nur gelesen würde auf einen Gehalt hin, der sofern er etwa der,,eigentliche" Aspekt des Dinges wäre doch unaus- weichlich wiederum auf meine Begegnung mit dem Körper rekurrieren müßte. D. i. das, was man sieht, ist kein transzendenter Gegenstand, sondern etwas, was sich,,räumlich so und so" und irgendwie dann auch zu mir —,,verhält“. Die,,Einigkeit" des Raumes hat sich hierbei ebensowenig zu bewähren als der Körper ursprünglich das ens praedicabile ist, als welches er sich lediglich ergeben kann. Die,,Einigkeit" gehört zum „,Begriffe“ des Raumes. Sie ist aber nicht dasjenige, worauf sich-recht besehender,,Raum" reduziert, wenn die Mannigfaltigkeit der perspektivischen Verschiebungen seine Darstellung in dem Sinne sind, als in deren Übereinstimmung der ‚Raum“ lediglich indiziert, sein Ansatz gerechtfertigt ist. Nämlich gleichsam als eine,,Einrichtung" der Welt, die ineins mit ihrer Entschränkung nicht mehr unter bzw. vor ihrem Horizont ausgelegt, sondern lediglich von jen- seits belegenen Randbedingungen her analytisch begriffen werden kann. Auch im Falle des Dinges ist nicht anzugeben, was nun eigentlich erscheint. Der ,,Gegenstand" verliert sich in seine Darstellungen. Das sog.,,Ding an sich" ist nicht nur in dem Sinn unerkennbar, als es notwendig nur,, erscheint", also der Erkenntnis entzogen bleibt, sondern deshalb, weil es der Dimension transzendent bleibt, in der es überhaupt so etwas gibt wie bekannt- oder unbekannt-sein. "" ―― 58