war seine nur,,angedeutete" Existenz gemeint. Daß er nämlich sich zeigt als etwas, als was er recht,,genommen" gerade nicht sich zeigt.) Auf seine Bezüge hin ist etwas aber auch z. B. ein,,wirkliches Traumgebilde“. In,,wirklich“ ist keine bestimmte,,Sphäre" bezeichnet. Etwa gar diejenige der sog.,,Außenwelt". Die Konzeption einer,,Außen- welt" gehört in eine bestimmte Richtung, die Dinge auszulegen und von den Dingen her seine eigene Stellung in der Welt zu ver- stehen. Die Konzeption des Totem z. B. gehört zu einem anderen Modus, sich mit den Dingen auseinanderzusetzen¹). Die Dinge haben einen Platz, an den sie gehören. Sie können,,weit weg" und in der Nähe sein.,,Was (schon) (zu) mir gehört", wird geschieden von dem, wonach ich (ver),,lange". Das,,außer mir" ist nur ein - - 99.. 1) Daß für Kant z. B. die Existenz einer Außenwelt keines Beweises bedarf, er einen solchen vielmehr nur für deren Realität verlangt (Scheler, 1. c. S. 266), demonstriert nur, wie er schon im Einsatz die Verschränkung des Subjektes in die Welt als die Basis für den Sinn einer Auslegung überhaupt übersprungen hat. In der transzendentalen Ästhetik der Kr. d. r. V. I, § 2, 1 gebraucht Kant die Wendung: Damit gewisse Empfindungen auf etwas außer mir bezogen werden (d. i. auf etwas in einem anderen Orte des Raums, als darinnen ich mich befinde)..." Besonders aus der Art, wie Kant die 1. Antinomie durchführt, wird dann deutlich, wie für die Kantische Raum- lehre der Raum der Newtonschen Physik bestimmend war. Das Entscheidende liegt hier nicht in dem Besonderen dieser, d. i. dieser heute überwundenen Physik. Sondern darin, daß statt den Raum aus der Welt bzw. aus deren Verschränkung in das Dasein zu begreifen, in Verkehrung der ursprünglichen Problematik nach Grenzen der Welt,, im Raum" gefragt wird. Das,, außer mir" besagt aber nicht ursprünglich: an einem anderen Orte des Raums, als ... Es besagt es vielmehr nur dann, wenn der Raum in der,,Entschränkung" genommen wird, der zufolge er eine mathematisch-physikalische Mannig- faltigkeit von Orten bzw. Stellen bezeichnet. ,,Außer mir" ist das, was nicht zu mir gehört; also das, was ich nur eben erreichen kann. Der Raum be- gegnet ursprünglich als das,,um mich, d. i. hier, herum"; die Dinge sind nicht an einem anderen,,Ort", sondern haben einen „,,Platz“, bis zu dem ich langen kann oder nicht. Die räumliche Distanz ist etwas, was man über- winden kann. Der Horizont bezeichnet die Grenze dessen, bis wohin ich mit meinem Blick reichen kann. Und ebenso ist die Innerweltlichkeit des Subjektes nur etwas, wohin es,, sich" (nämlich als qua da-seiend in die Welt verschränkt) auslegend versteht. Zusammenfassend kann man sagen: Kant nahm den Raum in der Entschränkung auf, durch die seine physikalische Behandlung ermöglicht war. Auf diesen entweltlichten Raum bezog er dann die Welt. Nicht nur in den Antinomien, sondern schon in seiner Fassung der ,, Außen- "welt. Da- durch, daß er sie nicht als eine einer bestimmten Anthropologie eingegliederte Konzeption erkannte, blieb aber auch deren ursprüngliche Bedeutung 56