sprochen als Mensch. Der ,,allgemeine Begriff" ist nicht die Bedeutung, die das Wort hat und die keineswegs,,allgemein“ ist. Die,,Subsumption unter einen Begriff" ist gebunden an die Möglichkeit des Besagens der Dinge. Sie ist keine ursprüng- liche Funktion. Im besonderen ist sie nicht in die sog.,,. Erkennt- nis" der Dinge eingestellt. Die begriffliche Allgemeinheit ent- springt der prädikativen Bestimmung. Die Ontologie gewann freilich gerade im Hinblick auf das besagt-werden der Dinge ihre Aufgaben. Es waren Aufgaben, die nur einen Schein von Allgemeinheit haben. Es war nicht nur Herbarts Fehler, daß er sich an die abkünftigen Bezüge des be- sagt-werdens hielt, ohne bei diesem Einsatz die Frage nach der Bewandtnis, die es ursprünglich mit den Dingen hat, überhaupt stellen zu können. Die Ontologie bekam ihren Anspruch auf Universalität aus der Konzeption des Formalen. Von ebendaher wird er aber auch hinfällig. Wir sagten z. B., das ein des unbe- stimmten Artikels könne Verschiedenes besagen. Im Besagt- werden wird etwas lediglich,,ausgedrückt". Die,,Form", die es da hat bzw. bekommt, ist lediglich ein Schema. Es gibt Sche- mata des Besagens. Z. B. ein S, P-Sein, non-P-sein. Das Be- sagte wird nicht dem als einer,.Folge" unterworfen, was im Vor- ansatz des bestimmten Schemas seines besagt-werdens liegt¹). Im besagt-werden erfahren die Dinge überhaupt keine neue ,,Auslegung“. Unter dem Sinn des Besagens, auf den hin dessen Schemata diese bestimmten Schemata sind, wird das Besagte nicht auf eine neue Seite hin genommen. Es erfährt keine,,Sup- position" s. str. Sofern etwas besagt wird, wird es nicht auf for- male Beziehungen hin,,genommen", die zwischen,, Gegenständen 1) Entsprechendes gilt aber für die logischen Operationen, die das Urteil im engeren Sinne sind (vgl. später S. 76). Die Möglichkeit einer formalen Ontologie scheint nur da zu erstehen, wo im Begriffe des Merkmales z. B. eine Leerform bezeichnet ist. Rot, hart usw. sind mögliche,,Stellbesetzer“ davon. Sie erfahren die Supposition als Merkmal. Aber auch hier werden sie nicht in dasjenige als Folgen verwickelt, was vom Merkmal,,gilt“. Und das ist weiter nichts als die Kehrseite des ,,Formalen", sofern das For- male dadurch definiert ist, daß es durch seine Stellbesetzer keine Weiter- bestimmung erfährt. 46