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Anhang.
Formales Kriterium des Ethischen, Widerspruchslosigkeit, fordert. Külpe,
„Einleitung in d. Philos.“, 8. Aufl., S. 367. Welchen Sinn hätte Widerspruchs-
losigkeit des Wertens, wenn nicht unpersönlichen?
39 [Zu Seite 145]. Die in Anm. 1 gegebene Verweisung auf „Emotionale
Präsentation" dürfte unrichtig sein, weil dort Angelegenheit des Wertes im
engeren und weiteren Sinne nicht vorkommt, ebenso wenig Ableitung des Wertes
von logischer oder ästhetischer Dignität. Diese Ableitung ist vielmehr oben bei Wert-
haltungsübertragung darzulegen. Wert im weiteren gegenüber dem im engeren
Sinne berührt „Für die Psychologie usw." (Logos), S. 13.
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40 [Zu Seite 151. Es ist vielleicht nicht überflüssig, darauf hinzuweisen,
daß hier als Träger einer Disposition und demnach auch der zugehörigen Dis-
positionsgrundlage das Objekt auftritt, das durch sie befähigt erscheint,
etwa Wertgefühle irgend eines Subjektes auf sich zu ziehen indessen an der
herangezogenen Stelle der Abhandlung über die Dispositionen nur Subjekte als
Träger betrachtet werden. Begreiflicherweise, da es sich ja vorzüglich um so-
genannte psychische Dispositionen handelt.]
41 [Zu Seite 155]. „Objektiver Wert" auch von Haering in besonderem
Sinne gebraucht (Archiv, XXXVII, S. 63).
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42 [Zu Seite 156]. Wert im engeren und weiteren Sinne erwähnt Logos-
Artikel, S. 13, Mitte. Hier Anmerkung anzubringen, etwa auch Bezugnahme
auf oben S. 145. [„Für die Psychologie und gegen den Psychologismus usw.".]
43 [Zu Seite 157]. Anmerkung über Begriff des Phänomens einzuschieben,
vgl. Erfahrungsgrundlagen", S. 93 f., anderer Begriff des Phänomens bei Höfler,
Akademie-Studie [„Naturwissenschaft und Philosophie", Wien 1920].
44 [Zu Seite 165]. Position vom unpersönlichen Wert löst Schwierigkeit
des Auseinandergehens von Glück und Wertverwirklichung. Denn Lösung liegt
nur teilweise darin, daß man geringeres Übel dem größeren vorzieht, wo man
das geringere (etwa Schmerz der Operation) doch noch als Übel verspürt, also
nicht als Glück. Wichtiger ist aber, daß man oft hohe Werte realisiert, ohne
darum glücklich zu sein. Das ist wohl so zu verstehen: Glück bedeutet erlebten
persönlichen Wert. Unpersönlichen Wert kann man als gegeben einsehen, ohne
ihn zu fühlen, weil man ihn nicht zum persönlichen Werte zu machen vermag.
Vernachlässigung eines solchen Wertes würde sich immerhin als Übel geltend
machen, das man durch Realisierung des Wertes abwendet, ohne darum zum
direkten Glücksgefühl zu kommen. Wer nur persönlichen Wert anerkennt, wird
dadurch folgerichtig zum Hedonismus gedrängt.
