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III. Weiteres zur Wertpsychologie.
man sie mit Rücksicht hierauf als Fälle bedingten Glückes den ersten
Fällen als Fällen unbedingten Glückes gegenüberstellen.
Dem Einblick in die Sachlage dürfte auch hier eine einfache
symbolische Aufschreibung förderlich sein, bei der zunächst wieder von
den Gefühlen ausgegangen sei. Ihre Natur sei dabei in noch primitiverer
Weise als oben hinsichtlich des Gegensatzes von Gut und Übel angedeutet,
nämlich durch bloße Angabe der Vorzeichen, wobei wieder das erste
Zeichen die Natur der Werthaltung, das zweite die des Objektivs
bestimme. Durch einen Beistrich davon getrennt, gebe ein drittes Vor-
zeichen die Beschaffenheit des Seins des Werthaltungsobjektes an, indes
ein viertes Vorzeichen dann ersichtlich macht, ob ein derartiges Sein
unter den links vom Beistrich notierten Bedingungen sich als Glücksfall
oder als Unglücksfall darstellt, wobei natürlich für Glück das positive,
für Unglück das negative Vorzeichen neuerliche Verwendung finden
kann. Da dabei jede Ausgangswerthaltung zweimal vorkommen muß,
indem für jede sowohl das Sein als das Nichtsein des Objektes in
Betracht kommt, so empfiehlt es sich, das so Zusammengehörige un-
mittelbar untereinander zu setzen, wobei es der Übersichtlichkeit dien-
lich sein dürfte, von den Ausgangswerthaltungen jedesmal nur die
erste ihren Vorzeichen nach besonders anzuführen. In diesem Sinne
erhält man:
1. + +, + +
3. +
"
2.
4.
-
―
to
2.
4.
Wie selbstverständlich, resultieren so acht Fälle. Ist das dritte
Vorzeichen dem ersten gleich, so auch das vierte dem zweiten; ist dort
Gegensätzlichkeit, so auch hier. Bei 1 und 4 erscheint das Sein, bei
2 und 3 das Nichtsein als Glück. Unsere oben gegebene erste Auf-
zählung der Glücks- und Unglücksfälle war auf die Hälfte des Vor-
handenen beschränkt, weil sie unter der Einschränkung vollzogen war,
daß das dritte Vorzeichen jedesmal mit dem zweiten gleich genommen
wurde, indes es natürlich auch entgegengesetzt sein kann.
Wir wollen nun den Anteil von Gut und Übel an Glück und
Unglück ebenfalls und in möglichst verwandter Weise symbolisch
fixieren. Zu diesem Ende sei nun auch der Gegensatz von Gut und
Übel durch den zwischen positivem und negativem Vorzeichen ausge-
drückt, und zwar an erster Stelle einer aus drei Vorzeichen bestehenden
Aufschreibung, bei der übrigens die letzten beiden Vorzeichen dieselbe
Bedeutung haben sollen wie eben zuvor. Dann ergibt sich:
+
-
-
1. +
3. +
Das sind, wie man sieht, zunächst nur vier Fälle. Aber wir erinnern
uns aus dem Vorangehenden, daß das Wesen sowohl des Gutes als
des Übels sich je in doppelter Weise bestimmen läßt. Setzt man diese
-
+1+
1
+
