33 das wir schon in § 1, 2 festgestellt haben. Wenn irgend ein Sach- verhalt M besteht, so bestehen immer die Tatsachen; das ergibt durch Kontraposition: wenn die Tatsachen nicht bestehen, so besteht M nicht, für jedes beliebige M, und das kommt dann auf dasselbe hinaus, wie, daß jedes beliebige M besteht. Denn in der Gesamtheit der Sach- verhalte eines logisch möglichen Systems kommt zu jedem A sein Negat A' vor, werden alle negiert, so erhält man A' aus A und A aus A', also wieder dieselbe Gesamtheit. Wer alles verneint, bejaht auch alles. Die Kontraposition von M f U, wenn Beliebiges ist, so soll immer das unbedingt Geforderte, U, sein", liefert nun M 27. Af M' oder ƒ M. M M Was nicht sein soll, das schlechthin Verbotene, fordert die Negation von allem, verbietet alles, und das heißt wieder, es fordert alles denn alles verbieten ist alles fordern. Wenn ist, was nicht sein soll, so soll nichts sein, oder, so soll alles beliebige sein. Das Seinsollende ist unbedingt, durch alles und jedes, gefordert, auch durch das Sollenswidrige das ja alles fordert. Es ist neben fn (entsprechend A ǝ A), 28. was nach 27. gilt, also auch 29. nfU (entsprechend A ǝ V). Das Sollenswidrige fordert Sollenswidriges. Daneben gilt aber auch: Das Sollenswidrige fordert das Sollensgemäße. Dieses ist und bleibt ja unter jeder Voraus- setzung gefordert. Das ist die deontische Entsprechung zu den Sätzen: das Untatsächliche impliziert Untatsächliches; das Untatsächliche im- pliziert (aber auch) das Tatsächliche. Die Tatsachen bleiben unter jeder Voraussetzung, unbedingt, bestehen. Die Kontraposition von 23'. V ƒ U, bzw. 23. V U ergibt 30. ՈfA 31. A oder ! (n = A). auch Wenn ist, was nicht sein soll, so soll Untatsächliches Unmögliches sein. Das Sollenswidrige ist forderungsmäßig äquivalent dem Untatsächlichen; es ist gefordert, daß das Sollenswidrige Untat- sache, daß Untatsächliches und Sollenswidriges dasselbe sei. Dem Satze Vɔ' A, daß die Tatsachen nicht Untatsachen impli- zieren denklogisch ausgedrückt, daß aus Wahrem nicht Falsches folgt entspricht unser Grundsatz ――――――――― " ――― - 99 ―――――― V U f'n, der feststellt, daß das unbedingt Geforderte nicht sein Gegenteil, das Sollenswidrige, fordert. 3