30 " Wenn A ist, so soll B sein" heißt also soviel wie „daß A ist und B nicht gefordert ist, ist nicht und soviel wie „A ist nicht oder B soll sein“. Eine wichtigere Umformung der Implikation, wenn M, so P❝ P“ ist die in wenn P nicht, so M nicht", die in der Logik unter dem Namen der Kontraposition bekannt ist. "" Dieser logischen Kontraposition (Mɔ P) = (P' ɔ M') können wir eine deontische Kontraposition an die Seite stellen: (A ƒ B) = ! (A ɔ B) = ! (B' ɔ A') = (B' ɔ ! A') = (B' f A'), / also 99 14. Wenn A ist, so so D wenn B nicht ist, 99 § 6. Folgerungen aus dem Grundsatz IV (und I, II, III). Wenn bisher in unseren Deduktionen von unbedingten Forderungen die Rede war, so geschah es nur, um festzustellen, was im Sinne des Forderns, d. h. im Wesen des Sollens gelegen sei, ohne die Behauptung, daß ein Sollen tatsächlich bestehe. Diese Behauptung ist erst im Grundsatz IV aufgestellt: oder (A ƒ B) = f (B' f A'). soll B sein" ist demnach äquivalent mit soll A nicht sein". IV (HU)! U. Daß U unbedingt gefordert ist, heißt, daß U unter allen Um- ständen, durch jeden Sachverhalt, gefordert ist; man hat 15. neben M/U M Mɔ V M 19 und es erscheint das Sein sollende, indem es überall gefordert" ist, als deontisches Gegenstück des Tatsächlichen, das „überall impliziert" ist. Weitere Übereinstimmungen zwischen dem, was unbedingt gelten soll, und dem, was unbedingt gilt, werden die fol- genden Sätze aufzeigen. Aus (MfU) (Uɔ A) ǝ (M f A) M M folgt, da die erste Voraussetzung als erfüllt weggelassen werden darf, (Uǝ A) ǝ (MA) M 16. (Uɔ A) ɔ! A analog mit (VA) ɔ A; ein Implikat des unbedingt Geforderten ist unbedingt gefordert, wie ein Implikat des Tatsächlichen tatsächlich ist. Nach 8 gilt auch (MfU) (UA) ɔ (M ƒ A) M M