328 Achter Teil. Irrationalität und Transzendenz von e und л. diejenige von e². Da ferner Euler wußte, was allerdings erst von Lagrange völlig streng bewiesen wurde, daß die Wurzeln quadratischer Gleichungen in einen periodischen Kettenbruch entwickelbar sind, so mußte ihm auch bekannt sein, daß weder e noch e² Wurzeln einer quadratischen Gleichung sein können. Wollte man dasselbe für e³ schließen, so müßte man z. B. in einen Kettenbruch von er- kennbarem Bildungsgesetz entwickeln. 1 €3 e³+1 Forestar ¹) fand die Teil- nenner: 1, 8, 1, 16, 2, 1, 1, 2, 4, 1, 2, 11, 2, 1, 2, 36, 1, 8, 4, 17, 9, 1, 1, 1, 1, 1, 2, 3, 90..., welche ein Gesetz nicht erkennen lassen. Aber Hurwitz 2) hat gezeigt, daß man hier noch einen Schritt weiter gehen kann. Zwischen zwei unendlichen Kettenbrüchen mit ganzzahligen Nennern, deren einer von irgendeiner Stelle an ist: 1 1 ka+ hb +1 ke +1 hd + der andere: k 1 h = 1 1 ha+ ka+ kb + 1 hb+1 hc+1 ke+ kd+ besteht offenbar eine bilineare Relation; das gilt in folgender Weise umgekehrt: Wenn zwischen zwei unendlichen Kettenbrüchen, deren Teilnenner wachsende ganze Zahlen sind, eine bilineare Relation mit ganz- zahligen Koeffizienten besteht, dann enden sie in der obigen Weise, wo h und k ganze Zahlen sind. Dies angewandt auf die obigen Ketten- brüche für ergibt, daß e keiner Gleichung dritten Grades genügt, denn eine solche läßt sich immer als bilineare Glei- chung zwischen e und e², also auch zwischen und - e 1 e + 1 und e2- 1 e²+1 e e + 1 e2- 1 e+1 schreiben. 2 2 Allgemeiner kann man ebenso folgern, daß zwischen em und er keine bilineare Gleichung bestehen kann; ebenso nicht zwischen tg und tg 1 n 1 --- m 1) Hermite, Crelles J. 76 (1873), p. 342. 2) Hurwitz, Zürich. Naturf. Ges. Vierteljahrsschr. 41 (1896) II, p. 34; phys.-ökon. Ges. Königsberg 1890. 1