306 Siebenter Teil. Konstruktive Approximationen. Den Verlauf des Fehlers stellt S. Günther (1. c.) folgendermaßen graphisch dar: 246 18 22 Kapitel IV. Rektifikation und Quadratur. Quadrierbare Kreisbogenvielecke. n-1 Von den ältesten Quadrierungsversuchen sind diejenigen des Hippo- krates (s. S. 1774)) von Interesse, da sie wirklich zu Resultaten führten, nämlich zur Quadratur gewisser Kreisbogenzweiecke und -dreiecke. Be- trachten wir die Frage allgemein. Es sei PP1, . . . Pn. ein gerad- liniges n-Eck. Über seinen Seiten PoP1, P1 P2, ... P-1 Po werden teils nach außen, teils nach innen Kreisbogen geschlagen, wodurch die ur- sprüngliche Fläche um Kreissegmente teils vermehrt, teils vermindert wird. Soll das entstandene Kreisbogen-n-eck wieder quadrierbar, d. h. flächengleich einem konstruierbaren Quadrat sein, so muß die alge- braische Summe der hinzugekommenen Segmente oder auch der zu- gehörigen Sektoren quadrierbar sein. Sind r₁, 2, . . ., r, deren Radien, 241, 292, ..., 29, ihre Zentriwinkel, positiv bei Bogen nach außen, negativ bei Bogen nach innen gerechnet, so muß also die Summe: + +¶nrn 2 2 quadrierbar sein, während zugleich die Größen: r, sin q₁, r sin 9,... 2 2 (1) gegebene Werte haben. Danach ist es leicht, beliebig viele quadrier- bare Kreisbogen-n-Ecke herzustellen. Es sei z. B. n = 3; man wähle für 91, 92, ¶3 drei Zentriwinkel konstruierbarer regulärer Polygone: 91 λπ, φα = 2 -μπ, 43 = υπ, so daß also λ, u, v rationale, teils positive, teils negative Zahlen sind. Dann wähle man die Strecken x, y, z, die der Gleichung: 2x² μy 2 + sinλπ sin2 μπ v22 + sin² Vπ 0 (2) genügen und aus denen ein Dreieck gemacht werden kann. Das ist immer möglich, wenn der durch (2) dargestellte Kegel eine der Ebenen