Kapitel IV. Grenzfälle. 273 Z. B. wird: --- ( 1 + 1 ) − 1 ) + ( ; + − 4 ) + ( ¦ + 11 − ¦ ) + · · · > 1+ 1 − 1 > /;~, während - 7 - 9 - 3 ist. 1 - + + 12 = 0,69... < 6 14. Wird die Konvergenz einer vorgelegten Reihe durch Ver- gleich mit anderen ermittelt, so werden dadurch zugleich Grenzen für die Summe der Reihe erhalten, also die Summe der Reihe approxi- miert. Aber diese Approximierung ist eine sehr rohe, da es zur Fest- stellung der Konvergenz nur auf Grenzen überhaupt, nicht auf mög- lichst enge Grenzen ankommt. Kummer ¹) hat gezeigt, wie man für die Summen langsam konvergierender Reihen beliebig enge Grenzen finden kann; dieses Verfahren liefert natürlich auch die Konvergenz, aber mehr als das, da es eine approximative Summation liefert. a Eine Reihe (von lauter positiven Gliedern) a₁ + Ag + Az + ... konvergiert langsam, wenn die Quotienten +1 mit wachsendem n der Eins beliebig nahe kommen. Sei also die Entwicklung herzustellen): a n an - n 1+ + + 3 + N n a +1 was in vielen Fällen z. B. bei der hypergeometrischen Reihe möglich ist. Man entwickle die Funktion 4(n) = cn + co + C1 Ca + + n aus der Bedingung, daß die Entwicklung: ❤ (n) a an ❤ - (n + 1) − 1 = f(n + 1) - 1 n+1 1 n mit einer möglichst hohen Potenz von beginnt. Das gibt z. B. der Reihe nach: = = Dirichlet (Berl Akad. Abh. 1837, p. 48 Werke I, p. 318), daß das bei jeder nicht-absolut konvergenten Reihe statthat, Riemann (Gött. Abh. 13 (1867), p. 97 Werke, p. 221), daß eine absolut konvergente Reihe bei jeder Anord- nung gegen denselben Wert, also unbedingt konvergiert Scheibner (Gratu- lationsschrift, Leipzig 1860, p. 11). 1) Crelles J. 16 (1837), p. 206. n 2) Dann findet nach 8. II Konvergenz statt, wenn v, >1 ist; wie für den unwesentlich spezielleren Fall einer rationalen Funktion 1+ +... schon Gauss (Werke III, p. 139) gefunden hatte. Dieselbe Reihe mit wechselnden Vor- zeichen konvergiert noch bedingt im Intervall 0 <, ≤ 1 (Weierstrass, Crelles J. 51 (1856), p. 29 Werke I, p. 185). Vahlen: Konstruktionen u. Approximationen. 18