212 Fünfter Teil. Numerische Approximationen. m die Mittelordinate JF ist; das ist die bekannte Simpsonsche Formel. Auch diese Formel hatte schon J. Gregory.¹) Bekanntlich ist sie H F G D E m a B C' D B' d B die zweite einer ganzen Reihe ähnlicher Formeln von Cotes); die dritte, die sogenannte - Regel heißt: ABCD gleich: 3 h(a+3b+3c+d); h 2 und noch vor der Simpsonschen Formel hat ihren Platz die Trapez- formel: Inhalt AB'C'D gleich (a+b). Diese Formeln, bei denen die Fläche durch äquidistante Ordinaten in Trapeze zerschnitten wird, haben ihren Ursprung in der Integralrechnung; sie werden meist be- quemer sein als die obigen aus ein- und umbeschriebenen Polygonen, welche bei Sektoren und Polarkoordinaten zweckmäßig sind. Gauss³) hat ermittelt, wie die Distanzen zwischen den Ordinaten am vorteil- haftesten zu wählen sind. So hat man z. B. in der Trapezformel h 12/12(1+1) (a b) für a und b vorteilhafter nicht die Endordinaten, sondern die um 0,21... h von ihnen entfernten zu wählen; und die Simpsonsche Formel ist zu ersetzen durch h 18 (5a + 8m + 5b), WO a und b von den Endordinaten um 0,11...h entfernt sind. Tcheby cheff¹) ermittelt für Formeln der Art: 1) Methodus componendi tabulas... in den Excercitationes geometricae. Vgl. hierzu G. Heinrich, Bibl. math. (3) 1 (1900), p. 90. 2) Harmonia mensurarum 1722. 3) Werke III, p. 163. 4) Liouv. J. (2) 19 (1874), p. 19 Lambert 1. c. II, p. 276 ff. = Oeuvres II (Petersburg 1907), p. 163.