Kapitel II. Approximierung durch Mittelbildung. 193 schiedenen Zahlen sind auch das harmonische, geometrische, arith- metische Mittel wenig verschieden, und zwar bei beliebigem Gewichts- verhältnis. Jakob Gregory (1638—1675). Er fügt zu den Formeln von Nikolaus von Cusa und Snellius neue derselben Art hinzu. Statt ein- und umgeschriebene Polygone zu kombinieren, konnte man ja z. B. nur die eingeschriebenen be- nutzen und aus zweien derselben in und in eine genauere Grenze ab- leiten. Gregory gibt in dieser Hinsicht die Formel ¹): X- 4 3 1 i z n 3 ከነ die also eine Art Extrapolation darstellt. Und da man nunmehr wieder zwei Grenzen hat: ien + Jan X 3 พ 3 n 3 so fragt Gregory, wie vorher Nikolaus von Cusa, wo denn genauer x zwischen diesen Grenzen liegt, und findet die Antwort: man schalte zwischen diesen beiden Grenzen vier arithmetische Mittel ein, das größte 2) ist nahezu x; ebenso nimmt Huygens³) das kleinste zwischen (+2J,) und (4i, — in) also: 1 3 4 3 n x = 1 5 in 3 n n * ÷ } ( 4 + 3 ) + ( -4), 4 2/5 ² 2 in), oder geometrisch ausgedrückt: x ÷¨ 3 sin x cos x16 sin x + 2tg x 15 diese Formel hat Gregory (s. S. 194 vorletzte Formel). Für den Fall n=1 und Anwendung auf Segmente gibt die Formel, da i=AB=0, J=▲ADB, „-^ACB Auch ΔΑΒ ist, Segment ACB: 8 h. AB AB. 8h+HA = 15 15 15 == H. AB + wenn H DE, h CE ist. 4) - B E Anmerkung: Wir haben früher mit 2x den Bogen ACB oder, 1) Vera circ. et hyp. quadr., prop. XX (Huygens Opera I p. 438). 2) I. c. p. 444. 3) Huygens, der den Miterfinder des Spiegelteleskops scharf kritisiert (Opera varia, Lugd. Bat. 1724, I, p. 474), glaubt ihm hier einen Fehler vor- werfen zu können, da er die andere Wahl der oberen Grenze bei Gregory über- sieht. Vgl. auch Heinrich, Bibl. math. (3) 1 (1900), p. 90. 4) Diese Formel von C. W. Baur (Schlöm. Ztschr. 12 (1867), p. 355) ist also in der obigen enthalten; ebenso eine von Mollweide (s. S. 205). Vahlen: Konstruktionen u. Approximationen. 13