180 Fünfter Teil. Numerische Approximationen. u2n = √ u„ Uzn ian = VinJn 2u, Un Uan un + Un' J 2n denen zufolge die zwei Reihen von Größen: ひゅ ​2in Ju in + Jn' U un Un un V₁n un n In in Jan isn V₁n isn 2 4n dasselbe Bildungsgesetz aufweisen: je drei aufeinanderfolgende Glieder stehen abwechselnd in geometrischer und in harmonischer Proportion. Durch diesen Archimedischen Algorithmus wurden also die Sehnen und Tangenten (bzw. sin und tg) der Zentriwinkel konstruierbarer Polygone berechenbar. Diese Beschränkung auf konstruierbare Winkel war für die Zyklometrie unwesentlich, wo es nur darauf ankam, sin a und tg x für möglichst kleine, sonst beliebige Winkel x zu ermitteln. Aber neben diesem zyklometrischen Ziele macht sich weiterhin, nament- lich aus praktischen, nämlich geodätischen und astronomischen Be- dürfnissen heraus, das goniometrische Ziel geltend: zu jedem in Grad- maß gegebenen Bogen die Sehne und die Tangente zu finden. Das erste in dieser Beziehung über Archimedes hinausgehende Resultat hat Aristarch (250 v. Chr.) ¹), der für sin 1º die Grenzen und findet. Er bedient sich dabei des der Anschauung entnommenen Satzes, daß der Sinus langsamer wächst als der Bogen, woraus in der Tat sin 1º> also > folgt. Seine obere Grenze hätte er ebenso daraus entnehmen können, daß der Tangens schneller sin 30° 30 1 60 tg 450 1 45 1 60 1 also auch sin 1º< 45 " 45 wächst als der Bogen; woraus tg 1°< folgt. Seine Herleitungen sind minder einfach. Die Formeln des Heron (zwischen 100 vor und 100 n. Chr.)2), die ja auch die Sehnen zu einigen nicht konstruierbaren Winkeln, wenn auch bloß roh, approximieren, mögen hier nur kurz erwähnt werden. Sie dienten anderen Zwecken und beschäftigen uns weiter unten. Schärfere Resultate verlangte die Astronomie. Ptolemäus ) (125 bis 151 n. Chr.) hatte das Additionstheorem der goniometrischen Funk- tionen gefunden. Um damit eine Sehnentafel mit möglichst kleinem Intervall zu berechnen, mußte man vor allem die Sehne zu einem 1) Пɛgì μɛzedāv usw., lat. von Commandinus 1572, deutsch von Nizze 1856. 2) 1. c. I, Prop. XVII bis XXV; ferner Geometria. Mensurae. Liber Geepo- nicus ed. Hultsch (Berlin 1864), p. 134, 206, 218, 229. Über die zweifelhafte Echtheit dieser drei Schriften s. J. L. Heiberg, Arch. f. d. Gesch. d. Naturwiss. u. d. Techn. 1 (Leipzig 1909), p. 118. 3) Μαθηματική (μεγάλη) σύνταξις (der später sog. Almagest VI, c. 7, ed. Halma I, 421, ed. Heiberg 513.