Kapitel V. Teilung des Kreises, der Lemniskate usw. 143 gezeichnet annimmt, mit dem Lineal allein.¹) Im Altertum war nur die Teilung des Kreises in 3, 5, 15 gleiche Teile und in die durch fortgesetztes Bogenhalbieren erhaltenen Anzahlen: 3.2, 5.2α, 15.2α gelungen. Von Potenzen von 2 kann man natürlich absehen; außerdem kann man die Teilung in nm Teile, wenn m und n teilerfremd sind, zurückführen auf die Teilung in m und die Teilung in n Teile. Denn bestimmt man, was stets möglich, die ganzen Zahlen u und v aus der Diophantischen Gleichung: m v nu = 1, so ist der mnte Teil des Kreisumfanges gleich: v น n m 1 m n desselben, also konstruierbar, wenn und des Kreisumfanges kon- struiert werden können. Umgekehrt ist mit der mn-Teilung durch Zusammenfassung von n bzw. m Teilen zugleich die m- und die n-Teilung gegeben. Demnach ist nur noch die Frage, für welche Primzahlpotenzen p die Teilung ausführbar ist, d. h. für welche Primzahlpotenzen pa die Größen cos 2hx pu 2hя sin also auch p" х = COS 2hx p" + i sin 2hл p" quadratisch irrational sind; oder, da nach dem Moivreschen Satze 2) x= 1 ist, für welche p" dieser Gleichung durch einen Quadrat- wurzelausdruck genügt werden kann. Unter den p Wurzeln dieser Gleichung sind die sämtlichen Wurzeln der Gleichung: -1 Xpa- - 1 = 0 enthalten; wir können demnach durch zp¤-1. kommen: apa - 1 - - 1 dividieren und be- = Xp¤−1(p-1) + Xp¤ −1(p−2) + ... +xpα. - 1 +1 = 0. Es fragt sich zunächst, ob diese Gleichung weiter reduktibel ist. Um das entscheiden zu können, müssen wir zwei Sätze von Gauß und Eisenstein vorausschicken: 1) Das projektive Analogon dieser Aufgabe (vgl. S. 49, 73 u. 104) lautet: In einen gegebenen Kegelschnitt ein n-Eck (123... n) so einzubeschreiben, daß die Punkte ([h, i + k] [h + i, k]) auf einer gegebenen Geraden liegen. Die S. 95 ausgeführten Ellipsenteilungen sind von dieser Art, die gegebene Gerade un- endlich fern. 2) S. Kap. III des sechsten Teiles.