128 Vierter Teil. Höhere algebraische und transzendente Konstruktionen. (f₁² + f½ ²) fuffifif+f22fi** Den Nenner kann man auch mit Rücksicht auf die Eulerschen ¹) Formeln f₁ x + f₂ y + fs = 2f fix + fizy+fis= fi abgesehen vom Vorzeichen schreiben: f11 f12 f13 f21 f22 f23, (i=1, 2, 3) f31 132 133 wenn f, die Ableitung von f nach der homogen-machenden Variabelen ist, die nachher wieder gleich Eins gesetzt wird, und f₁₁ usw. die zweiten Ableitungen sind. Das ist also die Diskriminante des Kegelschnitts. Jetzt können wir die Gleichung des gesuchten Kegelschnitts sofort hinschreiben. Seien nämlich ƒ‹, ƒë, ƒ³), ƒ³), ƒ (5), ƒ6 = 0 die Gleichungen der Kegelschnitte, welche durch je fünf der sechs Punkte gehen, die also nur wenig voneinander unterschieden sind. So sind auch die Krümmungen an nahe gelegenen Stellen dieser Kegelschnitte nur wenig unterschieden, ebenso ihre Diskriminanten. Sind 91, 92, 93, 94, 95, Q6 die Krümmungsradien an den sechs Punkten, so ist *): }f(2) (3) (x,y) (x, y) f=91 f(1) (x,y) (x, y) f(1) Q2 (x1,y1) (72 Y2) +03 f (4) (x, y) (3) C4 (3, 3) f(s) +05 f(5) (x, y) f(6) (X, Ya) (5) 96 (Xs, Ys) f(6) (6, Y6) -- 0 die Gleichung des gesuchten Kegelschnitts, denn erstens ist f(x, y) abwechselnd positiv und negativ in den Punkten P1, P2, P3, P4, P5, P, zweitens sind die Abstände der Punkte P, von ihren Polaren proportional 子 ​Q₁t f(x₁, Yi): Qi i (i=1, 2, 3, 4, 5, 6) also einander gleich. Dabei ist vorauszusetzen, daß die Diskriminante nicht sehr klein ist, d. h., daß die sechs Punkte nicht nahe auf zwei Geraden liegen. Daß aber der gefundene Kegelschnitt wirklich die verlangte Minimaleigenschaft hat, geht wieder daraus hervor, daß jede Variierung desselben, welche einen Abstand verringert, mindestens einen ver- größert; und das ist genau wie beim Kreise zu zeigen. 1) Mechanica 1736 II, §§ 106, 497. Calc. diff. § 225. 2) Das fand auf weniger einfachem Wege Böhmer 1. c., p. 35.