Kapitel III. Metrische lineare Konstruktionen. 37 Umgekehrt läßt sich zeigen, daß die Aufgabe des Lotefällens ausführbar ist, wenn man imstande ist, die vierte Proportionale zu drei gegebenen Strecken zu kon- struieren: Soll z. B. der Fußpunkt V des von P auf QR zu fällen- den Lotes gefunden werden, so konstruiere man QS als die vierte Proportionale zu QR, QR und QP: QS= = ziehe: V QR QR . QP PT QS TU PQ, V S " dann ist ([QR][TU]) der = R gesuchte Fußpunkt des von P auf QR gefällten Lotes. Aufgabe (Winkelabtragen): Einen gegebenen Winkel an eine ge- gebene Gerade G anzutragen, so daß der andere Schenkel durch einen gegebenen Punkt P geht. Durch bloßes Lotefällen kann man zu- nächst den Winkel a so zeichnen, daß sein Scheitel auf & liegt, während seine Schenkel zu denen des ursprünglichen senkrecht stehen; durch Drehen, also durch Konstruktion einer vierten Proportionalen kann man es ferner erreichen, daß der eine Schenkel auf 6 zu liegen kommt. Dann ist nur noch durch P zu dem freien Schenkel die Parallele zu ziehen. Also das „Drehen" des Winkels ist das, was das Lotefällen erfordert. Τα Umgekehrt läßt sich zeigen, daß man durch Winkelabtra- gen auch rechte Winkel kon- struieren kann. Dazu braucht man nur einen Winkel a in α α α α E а B α α zwei Punkten A und B einer Geraden nach oben und unten hin ab- zutragen. In dem so bestimmten Rhombus ACBD schneiden sich die Diagonalen bei E unter einem rechten Winkel. Es genügt also, wenn man einen einzigen Winkel abtragen kann, z. B. vermittelst eines