12 Erster Teil. Lineare Konstruktionen. gebenen und zu konstruierenden Punkte und Geraden projektive oder Doppelverhältniskoordinaten ein. ¹) Um durch Verbinden und Schneiden neue Punkte zu finden, müssen mindestens vier Punkte A, B, C, D gegeben sein, von denen keine drei in einer Geraden liegen. Solche vier Punkte wählen wir als Grundpunkte der folgenden Doppelverhältniskoordinaten. B" 21 P B ದ. Wir setzen für irgendeinen Punkt P: x = B(ACDP), D -A y = A(BCDP); ૐ == und irgendeine Gerade : § = B(ACDQ), 77 = A(BCDQ); 2B darin bedeuten A, B, C die Seiten des Dreiecks ABC; A', B', C' die Punkte (A[AD]), (B[BD]), (C[CD]), D die Gerade A"B", worin A'A″ die Strecke BC und B'B" die Strecke AC harmonisch teilt. = - = Insbesondere ist für alle Punkte auf [AC] y=0, für alle Punkte auf [BC] x = 0 zu setzen, und für alle Punkte auf [AB] wird x = ∞, y = ∞, für D wird x y= 1. Ferner ist = 0, n ∞ für [AC] und = ∞, = 0 für [BC], § = 0, n = 0 für [AB]. Infolgedessen heißt C der Nullpunkt, D der Einheitspunkt, [AC] die x-Achse, [BC] die y-Achse, [AB] die Fluchtlinie, A der Flucht- punkt der X-Achse, B der Fluchtpunkt der Y-Achse. n 1) Koordinaten einer Geraden (und Ebene) führte J. Plücker ein (Crelles J. V (1829), p. 1, VI (1829), p. 107) Werke I (Leipzig 1895), p. 124, 178; Ana- lytisch-geometrische Entwicklungen II (Essen 1831). Dem herrschenden Ge- brauch entgegen, nach welchem projektive Koordinaten immer in homogener Form angenommen werden, wird hier gezeigt, daß auch nicht homogene dieselben Dienste leisten. Natürlich nehmen diese auch den Wert o an.