Skalare und Vektoren. Dimensionen 103 Bedenken, es gilt aber auch in diesen Fällen, daß es das Verbun- densein mit einem Zeitelement (hier mit der Einführung des Be- wegungsbegriffs) ist, welches die Vektorgröße hervorbringt. Die speziellen Vektoren der Physik, polarer Vektor (z. B. elektrisches Feld), axialer Vektor (z. B. magnetisches Feld), Tensor (z. B. die elastische Spannung in einem Gummifaden) beziehen sich auf das allgemeine Verhalten der betreffenden Größen im Raume. Hierauf möge nicht näher eingegangen werden; grundsätzlich neues entspringt hieraus nicht. Allgemein ist also das Zeitelement dasjenige, was die Vektorgröße kennzeichnet und ist die Zeit- größe sozusagen der Urvektor der Physik. Wie der Zeitpunkt der Typus des Vektors, ist der Raumpunkt, der Massenpunkt der Typus des Skalars und nur durch Verwebtsein der Zeit in irgend- einen physikalischen Begriff wird eine Vektorgröße hervor- gebracht. § 19. Dimensionen der physikalischen Größen. n Eine physikalische Größe ist durch eine Maßzahl und durch eine Einheit definiert, relativ zu der die Maßzahl gilt (vgl. § 7). So ist z. B. die Geschwindigkeit v eines fallenden Körpers durch ihre Maßzahl v, bezogen auf eine ganz bestimmte Geschwindigkeit, die zur Einheit gewählt ist, eindeutig gekennzeichnet. Ändert man die Einheit einer Größe im Verhältnis n, so ändert sich auch die Maßzahl, und zwar, da die Größe selbst konstant bleibt, im selben Verhältnis, also um den Faktor. Diese Eigenschaft ist nichts anderes als der mathematische Ausdruck dafür, daß eine Größe nicht nur durch eine Ziffer zu kennzeichnen, sondern zu messen ist. Die Verbindung der physikalischen Größen untereinan- der in den mathematischen Formen, welche Naturgesetze genannt werden, geschieht meistens so, daß die verschiedenen Größen durch die Operationen der Multiplikation oder Division mitein- ander in Beziehung treten. So ist z. B. im Gravitationsgesetz k = ƒmm' jede der Größen †, m, m', r und auch k mit der ande- 2-3 f, ren durch Multiplikation oder Division verbunden. Es könnten