A. Allgemeines. Einleitung. Auf die Naturphilosophie zu Anfang des 19. Jahrhunderts folgte eine Epoche, in der den Naturforschern alle Philosophie und besonders alle Naturphilosophie gründlich verleidet war. Da- mals wurde außer der Mathematik nur die strenge Schule des Experiments, die Feststellung positiver Erfahrungstatsachen von den Physikern und Chemikern geschätzt. Diese Richtung fand ihre Vertreter z. B. in dem Berliner Physiker Magnus und seiner Schule. Man wird nicht umhin können, in der damaligen Ablehnung aller auf nicht experimentellem Boden erwachsenen Gedanken und Arbeiten eine Gesundung der exakten Naturwissenschaft zu erblicken, fegte sie doch eine Menge wertloser Spekulationen hin- weg und verwies mit Nachdruck auf den unveräußerlichen Ur- grund aller Naturforschung: auf Beobachtung der Natur. Andererseits wurde aber die neue Richtung extrem und einseitig und ihr begrenzter Geist hatte charakteristische Übertreibungen zur Folge: wenn z. B. die Abhandlung von Robert Mayer (1842) über das mechanische Wärmeäquivalent in Poggen- dorffs Annalen der Physik und Chemie nicht zum Abdruck auf- genommen wurde, und wenn die gleiche Schriftleitung Helm- holtz' Arbeit (1847) über die Erhaltung der Kraft, die später zu- weilen als die bedeutendste Veröffentlichung in der Physik des 19. Jahrhunderts bezeichnet worden ist, nicht aufnahm, so sind solche Vorkommnisse nur aus dem Geist der Zeit heraus begreif- lich; diese Veröffentlichungen von Mayer und Helmholtz fie- len aus dem Rahmen der positiven experimentellen Forschungs- richtung heraus, und sie erinnerten auch in der Form zu sehr an die verachtete Naturphilosophie.